#digitalnatives19: Theater und Technologie vereint

Interaktive Installation Rosette 4.0

FH St. Pölten nutzt das Festival als Plattform für aktuelle Forschungs- und Studierendenprojekte und zeigt, wie Digitales und Kunst verschmelzen

 Von 31. Mai bis 2. Juni wurde im Volkstheater Wien das Festival „Digitalnatives19“ als Abschlussveranstaltung eines europäischen Theater-Forschungsprojektes (UTE) veranstaltet. Mehr als ein Dutzend künstlerischer Arbeiten wurden präsentiert, darunter gleich mehrere Projekte der FH St. Pölten, die seitens des Festivalteams um Anna Badora, Direktorin Volkstheater Wien, und Malte Andritter, Kurator und Dramaturg, dazu eingeladen wurde, das Festival inhaltlich und technologisch zu unterstützen.

"Digitales hat unseren Alltag vollkommen durchdrungen. Damit ist es relevant für die Kunst", so Anna Badora. Das Festival solle zeigen, wie mit innovativen Ideen die Digitalisierung in die performative Kunst des Theaters integriert werden kann.

Mit Wearable Theatre Storytelling der Zukunft erleben

Wie Technologie Geschichten erzählt, wie Virtual Reality Literatur vermittelt, damit, wie Storytelling der Zukunft aussehen kann, befassen sich FH-Dozent und stv. Studiengangsleiter des Master Studiengangs Digital Design Markus Wintersberger und sein Team seit einigen Jahren.

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Sein seit 2017 an der FH St. Pölten in Kooperation mit der Open Acting Academy Wien umgesetztes Forschungsprojekt „Wearable Theatre“ The Art of Immersive Storytelling“ bildete den Grundstein für die erfolgreiche Kooperation zwischen dem Volkstheater Wien und der FH St. Pölten.

Das Kunstforschungsprojekt war gleich an mehreren Stationen des Festivals für das Publikum erlebbar:  Es wurde als VR-Installation in der Präsidentenloge (NOMED), als partizipative und experimentelle XR Performance auf der großen Bühne (AEON), als leichtfüßige Tanz-Intervention (Kugelkopf ext. 5:C64) und als skulpturale Installation in der Bibliothek (XR-Bunker) in Szene gesetzt.

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Nähere Informationen zu Wearable Theatre beim Festival

volXmedia zeigt experimentelle Studierendenprojekte

Das Festival war aber ebenso eine wunderbare Gelegenheit für die Studierenden mit dem Schwerpunkt Experimentelle Medien – sowohl Bachelorstudierende des Studiengangs Medientechnik als auch Master Studierende der Studienrichtung Digital Design – ihre avancierten experimentellen Projektarbeiten aus aktueller Medientechnologie und Medienkunst einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren.

"Der Rahmen des Volkstheaters mit seinen Labyrinth-artigen Raumfluchten, Gängen und Treppensituationen barg die ideale räumliche Situation, in die sich die einzelnen Studierenden-Projekte einschreiben konnten", freut sich FH-Dozent Markus Wintersberger, der für diese Kooperation verantwortlich zeichnet, über die gelungene Teilnahme der FH St. Pölten an diesem Festival.

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"Das Theaterhaus wurde gleichermaßen mit den studentischen Projektansätzen durchdrungen, ergänzt und so in eine neue Zuständigkeit versetzt. Gerade das digitale Medium ermöglicht einen zeitgemäßen Dialog mit den historischen und zeitlosen Geschichten des Theaters, es führt über in eine aktuelle Sphäre des Virtuellen und erlaubt dadurch einen fortwährenden Diskurs aus Realität und Virtualität", so Wintersberger weiter. 

Nähre Informationen zu volXmedia

Klassisches Theater & technologische Möglichkeiten

Ein dichtes Programm bot sich den Besucherinnen und Besuchern des Festivals, sie konnten klassisches Theater gepaart mit neuester Technologie erleben, digitale Innovationen bestaunen und ihre Sichtweise auf das Theater gänzlich überdenken.

Die FH St. Pölten konnte zu dem Festival „Digitalnatives19“ im Volkstheater Wien ihr enormes inhaltliches und technologisches Potential beisteuern und war somit gleichberechtigter Partner im großen Spiel unserer demokratischen Gesellschaft. 

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