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Disziplinenübergreifend studieren

Im neuen Wahlmodul "iLab" können sich Studierende interdisziplinär mit praxisnahen Projekten beschäftigen

Disziplinenübergreifend studieren
iLab-Studierende

Die Fachhochschule St. Pölten bietet seit dem Wintersemester 2018/19 ein neues, innovatives Wahlmodul an: Im Interdisciplinary Lab (iLab) setzen sich Studierende in gemischten und internationalen Teams ein Semester lang intensiv mit einem praxisrelevanten Projekt auseinander – von der Idee bis zur konkreten Umsetzung. Sie erlernen dabei, sich aus interdisziplinärer Perspektive mit gegenwärtigen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinanderzusetzen und erlangen einen erweiterten Blick auf die ihrem Studium zu Grunde liegende Fachdisziplin. Im aktuellen Semester nehmen bereits 23 Studierende aus acht Ländern das Angebot wahr.

Eigene Räumlichkeiten und BetreuerInnenteam

In Finnland wird dieses Unterrichtskonzept bereits seit mehreren Jahren erfolgreich angeboten. Nun hat die FH St. Pölten das Lab-Modell erstmals nach Österreich geholt: Ein Semester lang können sich Studierende in studiengangsübergreifenden Projektgruppen mit einem aktuellen „Real world problem“ auseinandersetzen. Für die freie Projektarbeit stehen den Studierenden neben eigenen Räumlichkeiten auch ein interdisziplinäres BetreuerInnenteam der FH St. Pölten – sogenannte Lab Master – sowie externe Coaches zur Verfügung. Die aktuellen Lab Master sind Teresa Sposato (FH-Dozentin im Department Medien und Digitale Technologien), Kerstin Blumenstein (Researcher am Institut für Creative\Media/Technologies) und Wolfgang Gruber (Fachverantwortlicher für Game Based Learning im Service- und Kompetenzzentrum für Innovatives Lehren und Lernen). Die Unterrichtssprache ist Englisch.

„Im iLab kommen Studierende aus aller Welt und unterschiedlichster Fachrichtungen zusammen, um gemeinsam an der Lösung einer konkreten Herausforderung zu arbeiten. Die Studentinnen und Studenten erlernen dabei neben wichtigen Fachkenntnissen auch Eigeninitiative, Selbstorganisation, Eigenständigkeit und Eigenverantwortlichkeit“, so Alois Frotschnig, Leiter des Departments Medien und Digitale Technologien und Initiator des iLabs an der FH St. Pölten.

„Mit dem iLab verwirklichen wir einen weiteren innovativen didaktischen Ansatz und nützen dabei die Vielfalt unserer sechs inhaltlich sehr unterschiedlichen Departments für interdisziplinäre Zusammenarbeit und fächerübergreifendes Denken“, fügt Kollegiumsleiterin Monika Vyslouzil hinzu. 

Laufende Evaluierung

Das iLab ist in drei Projektphasen gegliedert, wobei die ersten beiden mit einem „Decision Gate“ abschließen. Dabei wird der Projektstatus von einer internationalen ExpertInnen-Jury begutachtet und evaluiert. Dies stellt sicher, dass nur die vielversprechendsten Projekte in die nächste Phase aufsteigen.

„Am Ende sollen konkrete Lösungen oder Prototypen entstehen, die dann idealerweise auch nach dem iLab-Semester noch weiterverfolgt werden, zum Beispiel im Rahmen unseres Gründungs-Förderprogramms Creative Pre-Incubator“, erklärt Hannes Raffaseder, Prokurist an der FH St. Pölten. „Das iLab ist daher besonders geeignet für Studierende mit Pioniergeist und Freude daran, gemeinsam mit Teamkolleginnen und -kollegen unterschiedlichster Fachrichtungen Neues zu entwickeln und Innovationen zu erarbeiten.“ 

Im aktuellen Semester entschieden sich insgesamt 23 Studierende der FH St. Pölten aus sechs verschiedenen Studiengängen sowie Gaststudierende aus acht verschiedenen Ländern für das neue Wahlmodul.

Nähere Informationen zum iLab finden Sie hier