DoktorandInnen vertreten FH St. Pölten bei der IVAPP

DoktorandInnen vertreten FH St. Pölten bei der IVAPP

IC\M/T Forschende präsentieren ihre Dissertationsvorhaben bei der IVAPP in Berlin.

Kerstin Blumenstein und Markus Wagner nahmen mit ihren Papers beim Doctoral Consortium im Rahmen der International Conference on Information Visualization Theory and Applications (IVAPP) in Berlin teil. Auf der IVAPP treffen ForscherInnen, IngenieurInnen sowie PraktikerInnen für „Information Visualization“ aufeinander (http://www.ivapp.visigrapp.org/). Die beiden DoktorandInnen der technischen Wissenschaften in Informatik (Studium an der TU-Wien) werden von FH-Prof. Priv.-Doz. DI Dr. Wolfgang Aigner betreut.

Um „Interactive Mobile Data Visualization for Second Screen“ dreht sich das Dissertationsvorhaben von Kerstin Blumenstein. Im Rahmen ihrer Dissertation entwickelt sie sinnvolle Anwendungen für Smartphones bzw. Tablets zur parallelen Nutzung während einer TV-Sendung, die interaktive Datenvisualisierungen enthalten. Der Forschungsschwerpunkt liegt dabei in der Datenvisualisierung für mobile Geräte, diese sind zurzeit wissenschaftlich noch wenig erforscht.

TV-Inhalt und Datenvisualisierung

Als Herausforderungen stellen sich hier, dass kleinere Display sowie auch die im Gegensatz zum Laptop oder Desktop-Rechner anderen Eingabemöglichkeiten dar. Die Anwendungen sollen mit der aktuell laufenden Sendung synchronisiert sein. Das heißt, der Inhalt, der gerade im TV läuft, wird mit den entsprechenden Datenvisualisierungen in der App unterstützt. Hier entsteht ein weiterer interessanter Forschungsaspekt: Wie kann der/die NutzerIn auf den aktuellen Inhalt hingewiesen werden, ohne sich gestört oder abgelenkt zu fühlen?

ExpertInnen unterstützen ExpertInnen und Laien

Markus Wagner arbeitet an seiner Dissertation mit dem Thema „Integrating Explicit Knowledge in the Visual Analytics Process”, mit welchem er auch bei der IVAPP vertreten war. Inhaltlich geht es darum, wissensgestützte Visual Analytics Methoden für zeitorientierte Daten zu erarbeiten.

Dafür wird gespeichertes ExpertInnenwissen (explizites Wissen) herangezogen um andere ExpertInnen bzw. Laien bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Im Zuge der Dissertation wird erforscht, wie der Visual Analytics (VA) Prozess von explizitem ExpertInnenwissen profitieren kann.

  • Wie kann das explizite Wissen effektiv in einem VA System visuell repräsentiert werden?
  • Ist es möglich, die Interaktionsmethoden mit den wissensgestützten Methoden zu generalisieren, um diese in verschiedenen Applikationsszenarien einsetzen zu können?
  • Wie können AnalystInnen während der Exploration von großen Datenmengen von den wissensgestützten VA Methoden profitieren?

Unterstützung für Malware-AnalystInnen

Die Forschung zu diesem Thema wird anhand eines problemgetriebenen Ansatzes basierend auf realen Problemstellungen durchgeführt. Zu diesem Zweck wurde als erste Einsatzdomäne die IT-Security gewählt. Das heißt, es werden wissensgestützte VA Methoden entwickelt, um AnalystInnen von Malware (Schadsoftware) zu unterstützen.

Die Dissertation von Markus Wagner wird im Rahmen des Forschungsprojekts KAVA-Time durchgeführt, welches vom Wissenschaftsfonds FWF (Projekt P25489) unterstützt wird. Das Projekt läuft noch bis Februar 2017.

Jetzt teilen: