Einblicke in On- und Offline-Welt des Buchhandels

Josef Pretzl, Geschäftsführer von Thalia Österreich, zu Gast im Master Studiengang Media- und Kommunikationsberatung

Josef Pretzl, Geschäftsführer von Thalia Österreich, zu Gast im Master Studiengang Media- und Kommunikationsberatung

Im Zuge der Lehrveranstaltung „Marketing-Konzepte“ stellte sich Josef Pretzl in entspannter Atmosphäre den Fragen der Studierenden. Das Kamingespräch begann der Oberösterreicher mit einer Vorstellung seines persönlichen Werdegangs. Dabei erhielten die StudentInnen spannende Einblicke in den Arbeitsalltag und die täglichen Herausforderungen einer Führungsperson eines Multimillionen-Konzerns sowie den vorherrschenden Herausforderungen am Buchmarkt.

„Wenn Menschen an Bücher denken, dann denken sie an Thalia“

Dass es Thalia in dem stark fragmentierten österreichischen Markt zu einer Markenbekanntheit von 95% gebracht hat, sieht Pretzl als eine der bedeutendsten Errungenschaften des Unternehmens an. Dem ungeachtet beschreibt der Geschäftsführer die derzeitigen Marktbedingungen als „herausfordernde Situation“. Durch den starken Anstieg des Wettbewerbs befindet sich der Buchmarkt laut Pretzl in einer äußerst schwierigen Zeit. Trotz der schwerwiegenden Konkurrenzsituation im Onlinebereich bezeichnete Pretzl den weiteren Ausbau des Online-Channels als eine der wesentlichen Zukunftsaufgaben. Davon unabhängig berichtete der Geschäftsführer mit Stolz davon, dass es Thalia gelungen ist, mit „Tolino“ den eReader-Markt erfolgreich zu besetzen und damit sogar auf Augenhöhe mit Amazon zu agieren. 

Stationärer Handel nach wie vor wichtiges Thema

Obwohl Online naturgemäß immer mehr in den geschäftlichen Fokus rückt, ist und bleibt der stationäre Handel Pretzl nach zu urteilen für Thalia ein sehr wichtiges Thema. Die 35 Standorte in Österreich, sowie die MitarbeiterInnen stellen dabei den entscheidenden USP gegenüber der Onlinekonkurrenz dar. Ein wichtiger Bestandteil der Thalia-Strategie ist dabei die Kundenbindung mittels der Thalia Bonuscard. „Wichtig ist, dass der Kunde wahrgenommen wird“, erklärte Pretzl und betonte diesbezüglich die Relevanz der serviceorientierten Ausgestaltung aller Omni-Channels und die MitarbeiterInnenaus- und -weiterbildung.

„Das Buch wird es immer geben“

Diskussionen über das Überleben des Buches sieht der Geschäftsführer indes als vollkommen verfehlt an. „Selbstverständlich wird es das Buch immer geben. Im Handel geht es jedoch vielmehr um die Frage nach wenigen Prozent mehr oder weniger.“

Mit einer Word-Rap-Runde endete schließlich das Kamingespräch in amüsanter und gemütlicher Runde.

Der Studiengang Media- und Kommunikationsberatung dankt Josef Pretzl für die interessanten Einblicke, eine angeregte Diskussion und für den gemeinsamen Erfahrungsaustausch.

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