Erfolgreiche Summer School zu Industrie 4.0

v.l.n.r.: Franz Fidler (FH St. Pölten), Rosemarie Pichler (Zukunftsakademie Mostviertel), Johannes Eßmeister (Zukunftsakademie Mostviertel), Isabella Meran-Waldenstein (IV Österreich), Reinhard Nowak (Geschäftsführer Linemetrics GmbH), Gabriela Fernandes (Geschäftsführung FH St. Pölten), Werner Krammer (Bürgermeister Waidhofen a. d. Ybbs), Kerstin Koren (Amt der NÖ Landesregierung), Harald Rebhandl (Direktor HTL Waidhofen/Ybbs), Gernot Kohl (Geschäftsführung FH St. Pölten), Gerhard Reischl (Geschäftsführer Mediaservice GmbH), Hannes Raffaseder (FH St. Pölten)

Zahlreiche TeilnehmerInnen bildeten sich zur „Zukunft der Produktion“ weiter

Vergangene Woche fand im Schloss an der Eisenstraße in Waidhofen an der Ybbs die dritte International Summer School (ISS) unter dem Motto „Die Zukunft der Produktion“ statt. Die ISS, organisiert von der Zukunftsakademie Mostviertel und der Fachhochschule St. Pölten, ist eine europaweit ausgerichtete Fachveranstaltung zu sämtlichen Aspekten rund um den Produktionsstandort Europa.

Im Fokus der diesjährigen Veranstaltung standen produzierende Unternehmen mit all ihren Herausforderungen rund um die Themen der vielzitierten „Industrie 4.0“. Rund 90 TeilnehmerInnen, darunter VertreterInnen aus Industrie, Wirtschaft und Bildung sowie zahlreiche Studierende, widmeten sich zwei Tage lang diesem zukunftsträchtigen Thema. Bei einer öffentlichen Podiumsdiskussion wurde das Thema Industrie 4.0 zudem von namhaften Expertinnen und Experten eingehend beleuchtet.

Workshops zu Robotik, Prozessoptimierung und Co.

Nach Eröffnung der Summer School durch Thomas Welser von der Zukunftsakademie Mostviertel und FH-Geschäftsführerin Gabriela Fernandes wurden zum Einstieg in drei Keynotes spannende Umsetzungsbeispiele in den Bereichen Arbeitsorganisation (Stefan Gerlach, Fraunhofer Institut IAO), der praktischen Implementierung in Unternehmen (Andreas Jenke, Bosch Rexroth AG) und aus dem Bereich der Qualifizierung (Franz Fidler, FH St. Pölten) vorgestellt. Praxisorientierte Herangehensweisen und Methoden ermöglichten es den Teilnehmerinnen und Teilnehmern, verschiedenste Teilaspekte von Industrie 4.0 in ihren Unternehmen anzudenken, zu konzipieren und in ersten Schritten umzusetzen. So behandelten die praxisnahen Workshops etwa die Themen „Prozessoptimierung“ oder „Robotik und Mensch-Maschine-Interaktion“ und untersuchten unter anderem, in welchen Bereichen der Einsatz von Robotern und digitalen Technologien in der Produktion sinnvoll sein kann. Zu den Leitern der Workshops zählten ausgewiesene Experten wie Helmut Nöhmayer (Profactor GmbH), Gerald Fritz (Profactor GmbH), Gerhard Bauer (Mathera Consulting GmbH) und Josef Müller (GW St. Pölten Integrative Betriebe GmbH).

„Wir vermitteln bei der International Summer School nicht nur den aktuellen Stand der Technik, sondern ermöglichen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern auch, gemeinsam mit erfahrenen Expertinnen und Experten hands-on an konkreten Fällen zu arbeiten. Dieser praxisorientierte Teil ist für uns wesentlich, damit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglichst viel in ihre eigene betriebliche Praxis mitnehmen und dort auch umsetzen können“, so Franz Fidler, Studiengangsleiter für Smart Engineering an der FH St. Pölten sowie Lehrgangsleiter des Masterlehrganges für Produktions- und Technologiemanagement der Zukunftsakademie Mostviertel.

Hochkarätig besetzte Podiumsdiskussion

Unter dem Titel „Industrie 4.0: Nur Wortkonstrukt oder Top-Chance?“ diskutierten Expertinnen und Experten zudem über Einsatz und Chancen von Industrie 4.0. Dabei stand die Mensch-Maschinen-Vernetzung über Branchengrenzen hinweg im Fokus. Zu den Diskutantinnen und Diskutanten zählten Kerstin Koren (Amt der NÖ Landesregierung), Isabella Meran-Waldstein (Industriellenvereinigung Österreich), Harald Rebhandl (Direktor HTL Waidhofen/Ybbs), Reinhard Nowak (Geschäftsführer Linemetrics GmbH) und Franz Fidler (FH St. Pölten), die Moderation übernahm Gerhard Reischl (Geschäftsführer Mediaservice GmbH des ORF). Eröffnet wurde die Podiumsdiskussion vom Waidhofner Bürgermeister Werner Krammer.

Johannes Eßmeister, Technologiemanager der Zukunftsakademie Mostviertel, meinte rückblickend dazu: „Wie unterschiedlich das Thema Industrie 4.0 in den Köpfen der Menschen gedacht wird, veranschaulichte diese hochspannende Podiumsdiskussion zwischen Publikum und Podium sehr deutlich. Klares Fazit daraus ist aber: Industrie 4.0 betrifft uns alle und wir müssen uns entsprechend vorbereiten. Der Blick nach vorn trägt dabei maßgeblich zur positiven Bewältigung der Herausforderungen bei.“

Die ISS wird von der Zukunftsakademie Mostviertel in Kooperation mit der Fachhochschule St. Pölten organisiert und vom Land NÖ gefördert.

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