Erwartungen an den Media Server

(v.l.n.r.): Herwig Stindl, Gerhard Turcsanyi, Oliver Ellinger, Herbert Marchl und Helmut Kammerzelt.

Drittes Kamingespräch zum zehnjährigen Jubiläum des Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten

Der Studiengang „Media- und Kommunikationsberatung“ der Fachhochschule St. Pölten feiert sein zehnjähriges Bestehen mit einer Kamingesprächsreihe mit hochkarätigen Expertinnen und Experten. Die dritte Veranstaltung widmete sich vergangene Woche dem Media Server, einer Studie zum Medienkonsumverhalten als Planungsinstrument für Medienunternehmen, Werbewirtschaft und Agenturen.

Studie zum Medienkonsumverhalten

Der Media Server ist eine zentrale Studie, die mehrere Erhebungen zum Medienkonsumverhalten (Teletest, Media-Analyse, Radiotest, ÖWA Plus, Outdoor Server Austria) miteinander verbindet. Dies soll für Medienunternehmen, werbetreibende Wirtschaft und Media-Agenturen die Grundlagen strategischer Planung in Zeiten sich schnell ändernden Medienkonsumverhaltens verbessern.

Was erwarten sich Agenturen vom Media Server? Welche Auswirkungen werden die Ergebnisse der medienübergreifenden Studie auf Seite der Kundinnen und Kunden haben? Welche Vorteile werden sich daraus für alle Beteiligten ergeben? Im Zuge der Veranstaltung der Kamingesprächsreihe „Zehn Jahre Media- und Kommunikationsberatung“ wurden diese und weitere Fragen im exklusiven Rahmen von Experten aus der Mediabranche beleuchtet. Es diskutierten Media-Experte Gerhard Turcsanyi, Oliver Ellinger, Chief Operating Officer bei Vivaki Group Austria / Publicis Media und Medienforscher Herbert Marchl. Moderiert wurde das Kamingespräch von Horizont-Redakteur Herwig Stindl.

„Marketing ist keine Naturwissenschaft“

Aus Agentursicht betrachtet, birgt der Media Server wichtige Daten, die in die Beratung sinnvoll miteingeflochten werden können. „Die Fragen unserer Kundinnen und Kunden werden immer komplexer. Eine gemeinsame Studie, die mehrere Mediengattungen verbindet und zeigt, welche Auswirkungen konkrete Kombinationen, wie zum Beispiel Print- und Plakatwerbung, mit sich bringen, eröffnet Insights, die in der Beratung sinnvoll eingesetzt werden können“, so Oliver Ellinger. Allerdings werde auch der Media Server keine vollständige Realität des Nutzungsverhaltens abbilden können. “Marketing ist keine Naturwissenschaft. Viele Entscheidungen werden situativ getroffen und können einfach nicht vorhergesagt werden.“

„Werbung muss sich rechnen“

Gerhard Turcsanyi, der in der Prüfkommission des Media Servers vertreten ist, bezeichnet die Studie als „super Sache“, die allerdings auch Abstriche mit sich bringt: „Werbung muss sich rechnen. Bei einer gemeinsamen Studie, welche alle Mediengattungen einheitlich abbildet, muss eine gemeinsame Währung gefunden werden.“ Dies könne sich sowohl positiv als auch negativ auf die einzelnen Gattungen auswirken.

Media Server: der aktuelle Stand

Der erste Teil des Media Servers, dessen Ergebnisse bereits vorliegen, beschäftigt sich mit den Tagesabläufen. Dabei wurden Aufenthaltsorte, Haupttätigkeiten und Mediengattungen abgefragt und mit einem detaillierten Profilingfragebogen kombiniert. In einem zweiten Schritt werden Werte aus Teletest (TV), Media-Analyse (Print), Radiotest (Radio), ÖWA Plus (Internet) und Outdoor Server Austria (Outdoor), durch Fusion in den Media Server übertragen.

„Mit den bereits vorhandenen Daten können wir die Tagesabläufe, beispielsweise das Nutzungsverhalten unterwegs oder die Parallelnutzung verschiedener Medien gut darstellen. Wirklich interessant wird es, wenn die einzelnen Kampagnenmodule im Media Server gezählt werden können“, sagt Herbert Marchl, der die Studie Mindset über die Akzeptanz und die Nutzungsart von Medien in Österreich auf den Markt brachte.

Gelungener Abschluss der Jubiläumsreihe vor der Sommerpause

„Mit Gerhard Turcsanyi, Oliver Ellinger und Herbert Marchl konnten wir für das letzte Kamingespräch vor der Sommerpause erneut drei hochkarätige Gesprächspartner gewinnen, die uns spannende Einblicke in die Media-Branche gewährt haben“, resümiert Helmut Kammerzelt, Leiter des Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten und Initiator der Kamingesprächsreihe

Rückblick: zweites Kamingespräch zum Thema „Alles Digital! Oder was?“

Im Rahmen des zweiten Kamingesprächs Ende April diskutierten Lilian Meyer-Janzek, Geschäftsführerin des Internet Advertising Bureau und Media-Experte Gerhard Turcsanyi zum Thema „Alles Digital! Oder was?“. Lesen Sie hier den Nachbericht.

Die Veranstaltungsreihe wird unterstützt vom Forum Media Planung.

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