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"Essen bestellen ist manchmal Glückssache"

Christina Svacina verbringt als erste Studentin der FH St. Pölten ein Auslandssemester an der Beijing Foreign Studies University in Peking.

Temple of Heaven

Im Gespräch berichtet Christina Svacina, Studentin im Bachelor Studiengang Media- und Kommunikationsberatung, von ihren bisherigen Erfahrungen in China und gibt Tipps zum Auslandsstudium.

Wieso haben Sie sich für ein Auslandssemester entschieden? Und warum an der Beijing Foreign Studies University?

Svacina: Für mich stand schon vom ersten Tag des Studiums an fest, dass ich ein Auslandsemester machen möchte. Ich fand (und finde immer noch), dass die Erfahrungen, die im Ausland gesammelt werden, so viel wert sind, dass ich es im Nachhinein bereut hätte, kein Auslandssemester zu machen. Ich sah vor allem auch die Möglichkeiten, persönlich zu wachsen. Auch eine neue Sprache und Kultur zu lernen und Freundinnen und Freunde aus verschiedenen Ländern zu finden, waren Motivation für mich.

Die BFSU gilt als eine der angesehensten Universitäten Chinas und liegt im Herzen von Peking, einer der größten Städte der Welt mit mehr Einwohnerinnen und Einwohnern als ganz Österreich. Ich wollte außerdem für das Auslandssemester möglichst weit weg und eine andere Kultur kennenlernen. Also fiel meine Wahl auf die Beijing Foreign Studies University.

Inwiefern profitieren Sie vom Studium im Ausland?

Svacina: Es gibt sehr viele Vorteile eines Auslandssemesters. Zum einem entwickelt man sich nicht nur im fachlichen Bereich weiter, sondern auch in vielen anderen Bereichen, die nicht unbedingt etwas mit dem Studium zu tun haben. Es kann eine Herausforderung sein, sich eine Bankomatkarte zu organisieren, einem Taxifahrer klar zu machen, wo man hingebracht werden will und selbst Essen zu bestellen, ist manchmal Glückssache. Man kann von den vielen verschiedenen Kulturen sehr viel lernen. Chinesisch als eine bedeutende Sprache wird mir zudem sicher auch in meiner beruflichen Laufbahn weiterhelfen. Und das vielleicht wichtigste sind die Freundschaften, die man mit Menschen aus verschiedenen Ländern schließt.

Was sind die größten Unterschiede oder Gemeinsamkeiten mit dem Studium an der FH St. Pölten?

Svacina: Der größte Unterschied ist sicherlich, dass man sich die Kurse an der Universität selbst auswählen kann und sich so seinen eigenen Stundenplan zusammenstellt. Ein weiterer Unterschied ist, auch wenn es banal klingt, die Unterrichtssprache (Englisch).

Peking Chinesische Mauer

Welche drei Tipps würden Sie anderen Studierenden im Bezug auf ein Auslandssemester geben?

Svacina: Der Prozess von der ersten Entscheidung ein Auslandssemester zu machen bis zur Buchung des Fluges war sehr langwierig. Aber auch wenn es manchmal fordernd war, hat es sich ausgezahlt. Weiters gibt es auch während des Aufenthalts immer wieder Herausforderungen. Auch hier gilt: Durchhalten und Ansprechpersonen finden! 

Der zweite Tipp gilt eigentlich nicht nur für das Auslandssemester, sondern auch für das Studium generell: Die Chancen, die sich einem bieten, sollte man ausnutzen! Das können Extra-Kurse sein, die man zusätzlich belegt, oder bei Wettbewerben mitzumachen.

Ein Auslandssemester ist eine einmalige Chance und neben dem Studium sollte man sich auch die Zeit nehmen, um dieses halbe Jahr zu einer wertvollen Erfahrung zu machen. Die Erfahrungen sind es Wert, den Fokus etwas anders zu legen. Die Zeit, die vielleicht eine der spannendsten des Studiums sein wird, sollte entsprechend genutzt werden. 

Mehr Informationen zum Bachelor Studiengang Media- und Kommunikationsberatung finden Sie hier: www.fhstp.ac.at/bmk.  

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