Ex-AUA-Chef bei International Week Bahntechnologie

Vortrag von Prof. Mario Rehulka bei der International Week der Bahntechnologie

Die International Week des Department Bahntechnologie & Mobilität bringt Top-Fachleute aus dem Verkehrswesen und Studierende zusammen

12 internationale und nationale Fachleute aus dem Verkehrswesen hielten vom 25. bis 29. November 2019 Vorträge in der International Week. Damit wurden rund 180 teilnehmenden Studierenden Perspektiven eröffnet, die weit über die regulären Studieninhalte hinausgehen.

Lernen von der Luftfahrt

Ziel der International Week ist, dass die Studierenden mit internationalen und nationalen Persönlichkeiten aus dem gesamten Verkehrswesen in Kontakt kommen, um dabei auch neue Blickwinkel und Zugänge zum Bahnwesen zu diskutieren.

Dieses Jahr fand dieser Perspektivenwechsel u. a. in einem Vortrag über die Entwicklungen in der Luftfahrtbranche statt. Mit Mario Rehulka (ehemaliger Vorstandsdirektor Austrian Airlines) konnte Departmentleiter Otfried Knoll einen hochkarätigen Gast mit langjähriger Erfahrung gewinnen.

Der Vortrag zum Thema „Transportation Management – Aviation, Tourism and Infrastructure“ hat Ansätze der Luftfahrt aufgezeigt, um das stetig steigende Verkehrsaufkommen zu bewältigen. Der intermodale Vergleich veranschaulicht auch im Verkehrsmanagement die Stärken und Schwächen der Luftfahrt im Vergleich zur Bahn. Besonders spannend zu erfahren war, wie das Lufttrassensystem funktioniert und was die Absturzursache der Boeing-Maschinen war.

Als nationale Experten und Expertinnen konnten auch Sven Pöllauer (Corporate Affairs der ÖBB Holding AG) und Ruth Gursch-Adam (Austrian Institute for European and Security Policy AIES) begrüßt werden.

Intensive Diskussion

Pöllauers Inputs zu „Communication strategy, crises communication, digital communication“ und seine lebendigen Erläuterungen zu Do’s und Don’ts bei der täglichen Öffentlichkeitsarbeit fesselten die ZuhörerInnen regelrecht und führten zu einer intensiven Diskussion.

Digitalisierung des Bahnwesens

Ruth Gursch-Adam, die in Südafrika studiert und im Verteidigungsministerium gearbeitet hat, legte den Schwerpunkt auf „Integrated Critical Infrastructure Protection – planning for resilience in crisis situations“ und griff damit zentrale Aspekte der Digitalisierung des Bahnwesens im Bereich Security auf.

(C) Otfried Knoll 20191127_160146.jpg


(C) Otfried Knoll 20191128_143011.jpg

„Die Begeisterung der Vortragenden über die Kompetenz unserer Studierenden und die Rückmeldungen aus dem Studierendenkreis zeigen, dass wir hier eine Punktlandung hingelegt haben“ freut sich Departmentleiter Otfried Knoll über das gegenseitige Interesse.

„Bahntechnologie und Mobilität machen nicht an Landesgrenzen Halt. Mit unseren englischsprachigen Lehrveranstaltungen und dem internationalen Fokus bieten wir auch berufsbegleitend Studierenden zahlreiche Möglichkeiten, sich international zu vernetzen. Und sie nützen diese Gelegenheit auch wirklich.“

Eisenbahn in Südafrika

Herz der International Week sind aber natürlich die internationalen Gäste: neben Frank Lademann von der Technischen Hochschule Mittelhessen, Gregor Theeg von Siemens Deutschland, Elias Kassa von der Norwegian University of Science and Technology Trondheim war aus Südafrika auch Jooste Wyhan von der University of Stellenbosch, Department Industrial Engineering angereist. Er sprach über Wirtschaftlichkeit (LifeCycleCosts) und Performance eines Eisenbahnsystems.

Besonders interessant war dabei neben der Wirtschaftsexpertise der Blick auf das Eisenbahnsystem in Südafrika. Die Herausforderung ist dabei oft, dass die Datenbasis und die Informationsqualität über den Zustand des Netzes weit schlechter ist als in Österreich.

Die in Forschungsprojekten entstandene Zusammenarbeit mit der University of Stellenbosch konnte damit auf Initiative der Internationalen Koordinatorin des Departments Hirut Grossberger auch auf die Lehre ausgedehnt werden. Forschungserkenntnisse flossen somit direkt in den Unterricht ein.

IW 2019 (c) Hirut Grossberger (1).jpg

IW 2019 (c) Hirut Grossberger (4).jpg

Go international!

In der International Week sehen die Studierenden auch, wie sie selbst internationale Erfahrung sammeln können. 4 Studierende, die in ihrem Berufspraktikum, in einem Auslandessemester oder bei einem kurzen wissenschaftlichen Aufenthalt im Ausland waren, haben ihre Erfahrungen präsentiert.

Die Mitstudierenden aus dem 1. Semester konnten sich auf Augenhöhe über ein Auslandsstudium, über internationale Forschungsarbeiten, Arbeitsmöglichkeiten bzw. Praktikumsstellen informieren.

Internationale Eisenbahnbetriebswoche

Das Konzept der Internationalisation@Home wurde in der International Week im Department Bahntechnologie und Mobilität nun schon zum 5. mal erfolgreich umgesetzt. Es bietet auch jenen die Möglichkeit, internationale Erfahrung zu sammeln, die durch ihren Job kein Auslandssemester machen können.

Die International Week ist aber auch die logische Fortsetzung des Internationalisierungsweges im Studium. Schon im 3. Semester fahren die Bachelorstudierenden in der Internationalen Eisenbahnbetriebswoche 1 Woche nach Deutschland bzw. in die Schweiz. Dort lernen sie Systemunterschiede der Bahnen, aber auch neue Zugänge und Lösungsansätze kennen.

Start: Jänner 2020

Die Internationale Eisenbahnbetriebswoche findet Mitte Jänner statt. Sie führt die Bachelorstudierenden im Jahr 2020 nach Hamburg zum Seehafen, nach Hannover zur DB Netz AG, nach Gotha auf das so genannte Eisenbahnbetriebsfeld und in das Eisenbahn-Betriebslabor der ETH Zürich.

Auf freiwilliger Basis können die Studierenden dann am Wochenende auch noch die Rhätische Bahn – bekannt durch den Glacier Express - besuchen, wo ein dort tätiger Absolvent der FH St. Pölten ein spezielles Backstage-Besichtigungsprogramm organisiert

Ein Bericht folgt Ende Jänner 2020.

Mehr Infos?

Hier finden Sie mehr zum Studium Bahntechnologie und Mobilität sowie zu Informationsveranstaltungen.

Jetzt teilen:

Sie wollen mehr wissen? Fragen Sie nach!

FH-Prof. Dipl.-Ing. Knoll Otfried, EURAIL-Ing.

FH-Prof. Dipl.-Ing. Otfried Knoll, EURAIL-Ing.

Departmentleiter
Studiengangsleiter Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen (MA)
Studiengangsleiter Bahntechnologie und Mobilität (BA)
Lehrgangsleiter PT Domain Excellence Programm
Standortkoordinator Lehrgang Europäische Bahnsysteme (MA)
Department Bahntechnologie und Mobilität
Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Grossberger Hirut

Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Hirut Grossberger

Researcher Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung
Internationale Koordinatorin
Department Bahntechnologie und Mobilität