Bridging gaps: Exkursion mit HTL zu Brückenplanung

Schulklasse der HTL Krems bei der Inspektion einer Stahlbetonbrücke

Projekt „Brücken bauen – Verbindungen schaffen“ geht in die Schulen – SchülerInnen erforschen Brückenplanung und -inspektion mittels Smartphone-App.

Bei der Exkursion mit der HTL Krems/Department Tiefbau am 11. Dezember zu drei Brückenbauwerken in der Stadt Krems haben Hirut Grossberger und Iosif Miclaus von der FH St. Pölten den SchülerInnen einen Einblick in die Prinzipien der visuellen Inspektion von Brückenschäden und -mängel gegeben und Inspektionen mit dem Prototyp einer Smartphone-App selbst durchgeführt.

Die Entwicklung einer Applikation mit einem interaktiven Interface für die kontextuale Messwerterfassung bei der Brückeninspektion wurde bei einem Workshop in November 2015 gemeinsam mit den SchülernInnen begonnen. Während dieser Exkursion hatten die von HTL-Professor Reinhard Joksch betreuten SchülerInnen nun die Chance, die Applikation bei der Inspektion auszuprobieren und über die weitere Entwicklungsmöglichkeiten zu diskutieren.  

Martina Scherz vom im Projekt „Brücken bauen – Verbindungen schaffen (Bridging gaps)“ beteiligten Raumplanungsbüro Im-plan-tat hat die Wechselwirkungen und wesentlichen Effekte des Brückenbauwerks auf den Raum thematisiert und durch ein Rollenspiel erlebbar gemacht.

Als weiterer Schritt ist im Jänner 2016 eine Exkursion mit Schülern der HAK/HAS St. Pölten zu einer Brücke in St. Pölten geplant. Dabei soll die Herstellung, die technischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge, eine Lebenszyklusbetrachtung von der Planung bis zum Abbruch, mögliche Brückenschäden und notwendige Instandhaltungsmaßnahmen direkt am Objekt erörtert werden.

„Die Zusammenarbeit ist eine klassische Win-Win-Situation: die SchülerInnen haben die Chance, live an einem Forschungsprojekt mitzuwirken“, freut sich Hirut Grossberger „andererseits profitiert die Entwicklungsarbeit dadurch, dass die SchülerInnen die Usability der App bewerten und sehr aktiv Verbesserungsvorschläge einbringen!“

Forschungsprojekt "Bridging gaps"

Im Projekt „Brücken bauen – Verbindungen schaffen“ (Bridging gaps) wird anhand von technischen Fakten und Analysen zum Brückenbau und zum Lebenszyklus einer Brücke (Vor-)Schulkindern gemäß ihrer jeweiligen Bildungsstufe die Funktion einer realen Brücke sowie deren Planung, Kostenrechnung und Instandhaltung dargelegt. Gleichzeitig bietet dies die Möglichkeit, die symbolische Bedeutung einer Überbrückung von sozialen Differenzen wie z. B. Bildungs- bzw. Herkunftsniveaus zu thematisieren und mit den Kindern zu reflektieren, wie solche „social gaps“ überbrückt und konstruktiv bearbeitet werden können.

Das Projekt-Team der FH St. Pölten besteht aus dem Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung (Projektleitung), dem Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung und dem Institut für Creative\Media/Technologies.

Im Projekt soll einerseits eine Applikation für eine „integrierte Brückeninspektion“ entwickelt und erprobt werden, mit der bei einer regulären oder spezialisierten Brückeninspektion mittels Tablet oder Smartphone die Aufnahme der schadhaften Stellen, die Übermittlung dieser Daten an eine zentrale Stelle und die Datenanalyse (Zustandsbewertung, Vorhersagemodell, Maßnahmen für die Instandhaltung) durchgeführt werden kann. Andererseits sollen mittels einer kultur- und gendersensiblen Didaktik mit Orientierung an einer „inklusiven Pädagogik“ die Herausforderungen bei einer „sozialen Überbrückung“ erkannt und die Möglichkeiten für eine verbesserte soziale Inklusion in den jeweiligen Gruppen aufzeigt werden.

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Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Grossberger Hirut

Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Hirut Grossberger

Researcher Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung
Internationale Koordinatorin
Department Bahntechnologie und Mobilität