Fernseharchive im digitalen Zeitalter

Studierende der FH St. Pölten bei der Arbeit zum IFTA-Kongress

Kooperation zwischen ORF und FH St. Pölten zur internationalen Fernseharchiv-Weltkonferenz

Vergangene Woche fand in Wien die Konferenz der International Federation of Television Archives (FIAT/IFTA) statt. Thema der Konferenz war „Audiovisual Culture, a Bridge to the Future”. Die Fachtagung widmete sich der Bedeutung der Archive für die Fernseharbeit im Zeitalter der Digitalisierung.

Knapp 200 internationale MedienexpertInnen nahmen daran teil, der ORF nutzte die Veranstaltung als inoffiziellen Start seiner Feierlichkeiten zu 60 Jahre Fernsehen in Österreich. Studierende des Studiengangs Medienmanagement der FH St. Pölten erstellten die Videodokumentation zur Konferenz.

Dokumentation eines Kongresses

Mehr als 40 Interviews aus über 28 Einzelveranstaltungen und mehr als 500 Gigabyte Videomaterial haben 31 Studierende der FH St. Pölten vergangene Woche rund um die internationale Fernseharchiv-Weltkonferenz FIAT/IFTA 2015 produziert. Teile davon liefen auch im portugiesischen Fernsehen und im brasilianisch/lateinamerikanischen TV-Netzwerk Globo.

„Die Studierenden haben hier eine hervorragende und professionelle Arbeit geliefert“, lobt etwa Jan Müller, der Präsident der International Federation of Television Archives (FIAT/IFTA). „Wir sind sehr erfreut, dass wir hier mit dem Studiengang für Medienmanagement der Fachhochschule St. Pölten eine enge Kooperation eingehen konnten“, sagt Herbert Hayduck, Vizepräsident der IFTA und ORF-TV-Archiv-Chef. „Die Studierenden der Fachhochschule haben hier in kurzer Zeit Erstaunliches geleistet“, erklärt Christoph Bauer, Projektmanager beim ORF und Organisator der Konferenz.

„Für die Studentinnen und Studenten des Bachelorstudiums Medienmanagement war es eine ganz besondere Ehre bei der diesjährigen FIAT/IFTA-World-Conference, die vom ORF gehostet wurde, nicht nur live dabei zu sein, sondern auch aktiv mitwirken zu dürfen. Wir freuen uns sehr, dass die Zusammenarbeit mit dem ORF so gut geklappt hat, und hoffen, auch im kommenden Jahr Veranstaltungen mit unseren Teams begleiten zu dürfen,“ so FH-Dozentin und Initiatorin Brita Kettner, die das Projekt im Rahmen ihrer Lehrveranstaltung „Content Management und Medienproduktion“ durchgeführt hat.

Einzigartige Chance

Für die Studierenden der FH St. Pölten war die Arbeit rund um die Konferenz eine wertvolle praktische Erfahrung dazu, wie ein derartiger Kongress und die begleitende Medienarbeit organisiert sind. Durch die Veranstaltung erhielten die Studierenden zudem bereits während ihres Studiums Kontakt zu internationalen MedienexpertInnen.

„Es war für uns angehende Medienmanagerinnen und -manager spannend, einmal in die Rolle der Technikerinnen und Techniker zu schlüpfen. Dadurch werden wir in Zukunft mit Sicherheit ein breiteres Verständnis für die vielen Aspekte und Tätigkeitsfelder der Medienbranche haben“, sagt Jakob Wasshuber, Student des Bachelor Studiengangs Medienmanagement an der FH St. Pölten.

Für ihre Dokumentation erhielten die Studierenden auch internationale Unterstützung, etwa durch Astrid Drechsler, künstlerische Mitarbeiterin an der Fakultät für Medien an der Bauhaus-Universität Weimar und Lektorin an der FH St. Pölten, und von Andy O’Dwyer, Projektmanager für Researche & Development bei BBC. „Damit ist das Projekt auch ein wesentlicher Teil in der Internationalisierung unserer Ausbildung“, so Kettner.

Das Projektteam seitens der FH St. Pölten waren Brita Kettner (Leitung), Martin Janscha (Teaching Assistant im Bachelorstudium Medienmanagement) und FH-Lektor Hannes Rauchberger. In ihrer Arbeit unterstützt wurden die Studierenden während der Konferenz von Ruth Stifter-Trummer vom ORF-Archiv.

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