FH-Expertin Monika Vyslouzil in Fachausschuss des Landes NÖ

 Christine Rosenbach, die Gleichbehandlungsbeauftragte des Landes NÖ (1.v.l.), mit den Mitgliedern des Monitoringausschusses; 3.v.r.: Monika Vyslouzil.

Monika Vyslouzil wurde als Mitglied des NÖ Monitoringausschusses angelobt, der künftig über das Einbeziehen der Rechte und Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen wachen wird.

Die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen sieht vor, dass deren Rechte und Bedürfnisse in allen Lebensbereichen eingehalten werden – ein Ziel, von dem die Gesellschaft in vielen Punkten noch weit entfernt ist.

Seit kurzem widmet sich ein eigener ExpertInnenausschuss in Niederösterreich der Einhaltung dieser Ziele. Die konstituierende Sitzung dieses Monitoringaussschusses fand im Landhaus in St. Pölten am 13. November 2013 statt.

Wichtiger Beitrag zur Bewusstseinsbildung

„Eine wichtige Funktion des Ausschusses ist die Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft und das gezielte Bearbeiten von relevanten Themen“, sagt Monika Vyslouzil, die derzeit auch ein Projekt an der FH St. Pölten zur Analyse der Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in Österreich leitet.

Monika Vyslouzil hat die Lehranstalt für gehobene Sozialberufe der Gemeinde Wien absolviert, ist promovierte Soziologin, FH-Professorin im Fachbereich Soziale Arbeit und Leiterin des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung i der FH St. Pölten. Sie wurde als Expertin aus dem Bereich der wissenschaftlichen Lehre als Ersatzmitglied in den Monitoringausschuss aufgenommen und wird dort Erich Lehner von der Alpen-Adria-Universität vertreten.

Einzigartiges Gremium in NÖ

Niederösterreich ist derzeit das einzige Bundesland mit einem eigenen Gesetz als Grundlage für einen solchen Monitoringausschuss. Den Vorsitz dieses unabhängigen und weisungsfreien Gremiums übernimmt Christine Rosenbach, die Gleichbehandlungsbeauftragte des Landes NÖ.

Weiters gehören dem NÖ Monitoringausschuss VertreterInnen von Behindertenorganisationen und NGOs, ExpertInnen aus dem Bereich der wissenschaftlichen Lehre sowie deren SelbstvertreterInnen an. Die Mitglieder des Ausschusses üben diese Funktion ehrenamtlich aus und sind auf sechs Jahre bestellt.

Sozial- und Familienlandesrätin Barbara Schwarz zeigte sich in einer Aussendung erfreut über die Einführung des Monitoringausschusses: „Das ist ein wichtiger Schritt zur Förderung und Überwachung der Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention. Der Monitoringausschuss wird als unabhängiges und weisungsfreies Gremium dafür Sorge tragen, dass die Rechte und die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen eingehalten werden. Ziel unserer gemeinsamen Anstrengungen muss es sein, dass alle Menschen, die unsere Unterstützung benötigen, mit uns und unter uns leben. Jeder einzelne Mensch – ob mit oder ohne Behinderung – ist als Persönlichkeit mit Fähigkeiten, Stärken und Schwächen eine wertvolle Bereicherung für unsere Gesellschaft“, so Schwarz.

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