FH St. Pölten präsent beim FH-Forschungsforum 2014

Anita Kiselka und Kerstin Blumenstein

Präsentationen beim 8. Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen in Kufstein

"Impulse in Zeiten des Wandels" war das diesjährige Thema des 8. Forschungsforums der österreichischen Fachhochschulen am 23. und 24. April 2014 in Kufstein. In den Fachvorträgen und Poster Sessions zu den Disziplinen Biotechnologie, Soziale Arbeit, Gesundheit, Pflege, Management, Informatik, Energie & Gebäude, Wirtschaft, Technik und Ingenieurwissenschaft präsentierten die österreichischen Fachhochschulen ihre Forschungsergebnisse. Die FH St. Pölten war mit mehreren Fachvorträgen vertreten.

Sensomotorisches Training

Anita Kiselka, Junior Researcher des Studiengangs Physiotherapie hielt einen Vortrag über den „Effekt eines 6-wöchigen AIREX Balance Pad®-Trainings auf das statische und das dynamische Gleichgewicht“ zu einer Studie ihrer Kollegen Brian Horsak, Manuel Gradinger und Christoph Thaller. Dieses Balance Pad ist ein Trainingsgerät in Form eines Schaumstoffpolsters für sensomotorisches Training.

Interdisziplinär und praxisorientiert

Michaela Moser, Sabine Sommer und Johannes Pflegerl vertraten das Ilse Arlt Institut für soziale Inklusionsforschung der FH St. Pölten beim Forschungsforum. Johannes Pflegerl berichtete gemeinsam mit Daniela Wewerka-Kreimel, FH-Dozentin im Department Gesundheit & Soziales, über das Projekt „Diabetescoach – Elektronischer Berater für den Lebensmitteleinkauf von SeniorInnen mit Diabetes mellitus Typ 2“. Um diesen elektronischen Einkaufsberater benutzerfreundlicher zu machen, wurde er unter Einbeziehung von NutzerInnen evaluiert. Durch Tests sollte herausgefunden werden, ob das Gerät einfach und selbsterklärend bedienbar ist.

Die Entwicklung dieses Einkaufsberaters ist ein bereichsübergreifendes Projekt der FH St. Pölten als Kooperation zwischen dem Ilse Arlt Institut für soziale Inklusionsforschung, dem Institut für IT-Sicherheitsforschung und dem Studiengang Diätologie, das den gesellschaftlichen Herausforderungen zu interdisziplinären und praxisorientierten Lösungen gerecht wird.

Soziale Gruppenkonferenzen

Sabine Sommer präsentierte ihre Arbeiten zur Anwendung Sozialer Gruppenkonferenzen in arbeitsmarktpolitischen Projekten. Im Rahmen des Modellprojektes FAIRnetzt war das Ilse Arlt Institut damit beauftragt, das Verfahren der Family Group Conference (FGC) zur „Netzwerkadaptierung“ für den Einsatz im Arbeitsmarkt zu überprüfen und zu adaptieren. Ziel ist die Aktivierung von Lösungskompetenzen Betroffener und die Ermöglichung individueller Lösungen. So können Menschen dem Arbeitsmarkt näher gebracht werden, die nicht allein durch Schulungs- und Qualifizierungsmaßnahmen vermittelbar gemacht werden können.

Partizipation in der Sozialen Arbeit

Michaela Moser analysierte die Möglichkeiten des Einsatzes partizipativer Methoden in der Sozialen Arbeit. Beispiele sind das Projekt „Sichtbar werden“ der Armutskonferenz und der Aufbau eines KlientInnen-Beirats an der FH St. Pölten. Im Rahmen eines laufenden Masterprojekts mit Studierenden des Masterlehrgangs Soziale Arbeit der FH St. Pölten werden das Potential und der Nachholbedarf von Modellen der Partizipation und Selbstorganisation von Menschen mit Armuts- und Ausgrenzungserfahrungen erhoben und analysiert. Besonders effektiv sind solche Methoden für Ausbildungsprojekte, Qualitätsentwicklung und Unterstützungsstrukturen.

Modellhafte Haushaltsbudgets

In ihrem zweiten Vortrag befasste sich Michaela Moser mit dem Thema Referenzbudgets. Referenzbudgets sind modellhafte Haushaltsbudgets für unterschiedliche Typen von Privathaushalten. Dabei wird speziell die Ausgabenstruktur von BezieherInnen niedriger Einkommen berücksichtigt. Zentral sind Referenzrahmen für notwendige Haushaltsausgaben und eine entsprechende Budgeteinteilung, um soziale Inklusion zu ermöglichen. Das Ilse Arlt Institut ist gemeinsam mit der Dachorganisation der anerkannten Schuldenberatungen in Österreich an der Weiterentwicklung der österreichischen Referenzbudgets und am Entwurf europäischer Maßstäbe beteiligt. Ziel ist, einen Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation jenes Viertels der EU-Bevölkerung zu leisten, das von Armut und sozialer Ausgrenzung betroffen oder gefährdet ist.

Handy als Lernhilfe und Navi

Kerstin Blumenstein und Grischa Schmiedl von der Forschungsgruppe „Mobile“ des Instituts für Creative\Media/Technologies (IC\M/T) der FH St. Pölten präsentierten Forschungsergebnisse zu den Einsatzmöglichkeiten von Smartphones als Lernhilfe im Unterricht bzw. als Indoor-Navigationsgeräte.

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