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FH-Team bei Wettbewerb Ride and Rescue

Auch heuer nahmen Absolvent*innen rund um Florian Zahorka, Veronika Böhmer und Christoph Redelsteiner am Rettungswettbewerb Ride and Rescue teil

FH-Team bei Wettbewerb Ride and Rescue
Magdalena Altmutter, Florian Zahorka, Juliana Kroiss, Vanessa Brunner, Veronika Böhmer, Samuel Redelsteiner, Hemma Böhmer, Stefan Fercher, Carina Drisa, Emely Tragschitz, Josef Tragschitz, Andrea Tragschitz, Christoph Redelsteiner
Copyright: FH St. Pölten / Christoph Redelsteiner

Wie in den vergangenen Jahren engagierte sich ein Team der Fachhochschule St. Pölten auch heuer beim notfallmedizinischen Wettbewerb Ride and Rescue. Das Finale des 10. Wettbewerbs fand am 5. September statt. Die Absolvent*innen und Lehrenden des Bachelor Studiengangs Soziale Arbeit waren mit einer Simulationsstation präsent.

Projekt zur Akut-Sozialarbeit

Im vergangenen Studienjahr schlossen die Teilnehmer*innen im Rahmen ihres Studiums das Projekt Sozialarbeit im Notfall am Beispiel Akut-Sozialarbeit und Emergency Duty Social Work ab. Das Projekt wurde von den Lektor*innen Veronika Böhmer und Florian Zahorka, beide auch im AKUTteam von Notruf NÖ aktiv, geleitet.

Der Wettbewerb ermöglichte den Studierenden, durch Beobachtung von Fallsimulationen Unterstützungsmöglichkeiten der Sozialarbeit für den Rettungsdienst zu erforschen.

Teamwettbewerb für Notfallsituationen

Ride and Rescue ist ein Wettbewerb, in dem Teams bestehend aus bis zu vier Mitgliedern in zwei Kategorien mit und ohne Arzt Notfallsituationen simulieren. Ziel ist, in realistischen Notfallszenarien die Patient*innen unter Zeitdruck adäquat einzuschätzen und zu versorgen.

Vernetztes Denken und innovative Zugänge

Für Christoph Redelsteiner, der seit 20 Jahren in diesem Feld forscht und auch eine gesundheitswissenschaftliche Doktorarbeit darüber geschrieben hat, sind Praxiserfahrung und interdisziplinäre Kommunikation bedeutende Bestandteile der Ausbildung von Gesundheitsfachkräften wie Pfleger*innen, Sanitäter*innen und Sozialarbeiter*innen.

"In der präklinischen Versorgung ist vernetztes Denken für alle Beteiligten unerlässlich", so Christoph Redelsteiner, selbst Sozialarbeiter und Notfallsanitäter. "Gesundheitsfachkräfte brauchen in der zunehmend verschränkten Gesundheits- und Soziallandschaft innovative und interprofessionelle Zugänge für komplexe Problemstellungen."

"Raum für psychosoziale Problemstellungen"

"Forschungen, wie auch eigene Erfahrungen zeigen, dass Mitarbeiter*innen im Rettungsdienst regelmäßig zu psychosozialen Problemstellungen gerufen werden", so Florian Zahorka. "Wir haben uns bemüht, dieser besonderen Art von Einsätzen Raum im Rahmen von Ride and Rescue zu geben."

Veronika Böhmer betont: "Für Notärzt*innen, Sanitäter*innen und uns forschende Sozialarbeiter*innen war das Szenario sehr lehrreich. Eine perfekte Musterlösung gibt es nicht, aber viele der Teams haben neben dem erkrankten Mann seine überforderte minderjährige pflegende Tochter wahrgenommen, die auch die auf den Rollstuhl angewiesene Mutter betreut. Die Teams haben dann anschließend mit den Sozialarbeiter*innen reflektiert welche Ressourcen und Hilfemöglichkeiten es für die junge pflegende Angehörige gibt."

Besonders freute die Forscher*innen, dass viele der Teams das junge Mädchen auch nach ihrer Situation fragten, sie durch Hilfeangebote stärkten und nicht durch Drängen in eine Opferrolle schwächten.

Weiterführende Links

Projekte zu psychosoziale Problemstellungen in der präklinischen Versorgung

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