FH zeigt hohe Forschungsaktivität zur medienunterstützten Gesundheitsvorsorge

AAL Summit 2014

Interdisziplinäres Team des Forschungsprojekts CARMA zeigt durch aktive Teilnahme an Fachkonferenzen und interaktiven Workshops außergewöhnlich hohes Engagement

Im Rahmen des Projekts CARMA werden die Disziplinen Technologie und Gesundheit miteinander in Einklang gebracht. Die neusten Erkenntnisse aus Forschung und Entwicklung in Medizin und Technologie werden genutzt, um zukünftig einen großen Beitrag zu einem effizienten Gesundheitssystem zu leisten.

Gesünder Leben mit Medientechnik

CARMA steht für Center for Applied Research in Media Assisted Health Care for Motion and Activity und setzt auf medienunterstützte Gesundheitsversorgung. Das Projekt CARMA wird auf mehrere Jahre durch die Forschungsförderungsgesellschaft FFG finanziert und entwickelt unter anderem Assistenzsysteme, die Selbständigkeit und Aktivität bis ins hohe Alter ermöglichen.

Sonifikation – ein erfolgsversprechender Ansatz

In einem interdisziplinären Workshop „Generative Sonification Methods in Gait Analysis“ wurde erst kürzlich in einer Gruppe, bestehenden aus ExpertInnen aus dem Studiengang Physiotherapie und dem Institut für Creative\Media/Technologies, über Möglichkeiten diskutiert, welche medialen und technischen Möglichkeiten bestehen, um in der Rehabilitation das Gangtraining für PatientInnen (z.B. mit Kniearthrose oder nach Schlaganfall) zu unterstützen und effizienter zu gestalten. Dabei wurden Überlegungen angestellt, wie man ein mobiles und tragbares Analysesystem in eine herkömmliche Schuheinlagesohle integrieren könnte, um in Echtzeit biomechanische Parameter des Ganges zu erfassen. Diese Daten könnten dann wiederum genützt werden, um bestimmte Phasen im Gangbild für PatientInnen hörbar(er) zu machen.

„Dieser Vorgang nennt sich in der Wissenschaft Sonifikation und stellt einen erfolgsversprechenden Ansatz dar, um PatientInnen durch ein akustisches Signal zusätzliches Feedback zu ihrem Gangverhalten über die Bewegungsdurchführung zu geben. Dadurch können motorische Lernprozesse initiiert und unterstützt werden,“ so Dr. Brian Horsak, Researcher im Studiengang Physiotherapie.

Um weitere zukünftige technische Entwicklungsentscheidungen in diesem interdisziplinären Projekt CARMA zu treffen, ist es erforderlich eine Community zu schaffen, in der ein reger Austausch zu den involvierten Teilnehmern ermöglicht wird.

AAL Summit Austria 2014

Jakob Doppler, MSc, Lektor und Researcher am Institut für Creative\Media/Technologies hat an der Fachkonferenz AAL Summit Austria 2014 das Forschungsteam des Projekts CARMA erfolgreich vertreten und die Ideen und Vision anderen Interessierten vorgestellt. Die enorme Neugier an dieser Projektdarstellung durch andere ForscherInnen auf der Fachkonferenz AAL Summit Austria 2014 zeigte, dass im Forschungsprojekt CARMA großes Potential steckt.

Die TeilnehmerInnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik konnten sich zudem über die vielseitigen, interdisziplinären Projekte an der FH St. Pölten informieren. Die Überraschung über die Themenvielfalt und die Kompetenzen an der FH St. Pölten war groß.

Senetics Innovations-Award 2014

Ein weiterer bedeutender Schritt im Forschungsprojekt CARMA wurde mit der Einreichung des Projekts beim senetics Innovations-Award 2014 gesetzt. Der senetics Innovations-Award wurde in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk für innovative Zulieferer in der Medizintechnik (NeZuMed) während des Kooperationskongresses Medizintechnik in Erlangen vergeben. Das Projekt der FH St. Pölten wurde neben 242 weiteren Bewerbungen von einer Jury aus fachkundigen Experten bewertet und in der 1. Auswahlstufe unter die Top 15 gewählt.

„Die Fachhochschule St. Pölten und das junge Forschungsteam können in diesem Zusammenhang einen nennenswerten Fortschritt im interdisziplinären Projekt CARMA verzeichnen,“ so Dipl.-Ing. (FH) Dr. Markus Gusenbauer, Researcher im Kompetenzfeld Simulation.

Neuer Masterstudiengang Digital Healthcare

Speziell auf diesen innovativen und stetig wachsenden Forschungsbereich wird der im Herbst 2014 an der Fachhochschule St. Pölten startende Masterstudiengang Digital Healthcare ansetzen. Dieser bilinguale und berufsbegleitende Studiengang bietet Studierenden eine Kombination von Kenntnissen im Bereich der digitalen Technologien und Medien mit den Gesundheitswissenschaften, insbesondere den Bewegungswissenschaften, mit Management-Knowhow und Methodenkompetenzen in Forschung, Entwicklung und Innovation.

 

Jetzt teilen: