Fit für die Industrie 4.0

v.l.n.r.: Hermann Studnitzka (Festo Didactic Concepts), Spartenobmann Stefan Ehrlich-Adám, Roland Sommer (Verein Industrie 4.0 Österreich), Maren Fick (WIFI Wien), Franz Fidler (FH St. Pölten), Thomas Lutzky (Phoenix Contact Österreich), Sparten-GF Alexander Schrötter

Wer sich der Industrie 4.0 verschließt wird an Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Nur durch Spezialisierung, Hochtechnologie und wenig preissensible Produkte ließen sich Arbeitsplätze in Hochlohnländern halten. Bereits in HTLs und FHs bis hin zu Universitäten müsste auf eine industrie-4.0-taugliche Ausbildung Wert gelegt werden – mit Wurzeln, die bereits in den Grundschulen beginnen.

Alle Stakeholder in einem Verein

Wie eine Ausbildung 4.0 für eine Arbeit 4.0 aussieht, damit hat sich eine Veranstaltung der Industrieakademie beschäftigt. Der „Verein Industrie 4.0 Österreich – die Plattform für intelligente Produktion“ vernetzt Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien, um die digitalisierte Industrie erfolgreich umzusetzen. Eine Pilotfabrik zur Industrie 4.0 steht bereits in der Seestadt Aspern. Sie orientiert sich am Bedarf der Unternehmen und bietet viele Möglichkeiten, um Unterschiedlichstes auszuprobieren – zum Beispiel, wie alte mit neuen Maschinen kommunizieren können. 

Bachelor Studium Smart Engineering

Aufgrund zunehmender Anfragen aus der Wirtschaft ist an der FH St. Pölten das Bachelorstudium Smart Engineering entstanden. Studiengangsleiter Franz Fidler freut sich darüber, dass bereits im ersten Jahr die Nachfrage größer war als das Angebot (30 Studienplätze/Jahr). An der FH erhalten die Studierenden ihre theoretischen Grundlagen, die sie anschließend in der Praxis bei den Partnerunternehmen anwenden können. Bei der Rückkehr an die FH berichten sie dann, was funktioniert hat und was nicht. Dieses Feedback ist für alle Beteiligten wichtig. Die Partnerfirmen bei diesem dualen Studium sind sowohl produzierende Unternehmen als auch Betriebe, die Dienstleistungen und Produkte für die Industrie 4.0 anbieten bzw. entwickeln.

Kompetenz statt Wissen

Die Festo-Gruppe beschäftigt sich mit Automationskomponenten und -systemen. Mit der Festo Didactic gibt es seit Jahrzehnten außerdem einen weltweit führenden Bildungsdienstleister für diesen Bereich. Die grundlegende Änderung von Wertschöpfungskette und Lebenszyklen von Produkten durch das Zusammenwachsen von realer und virtueller Welt führe zu einem kompetenzbasiertem Lernen.  

Erfahrung aus der Praxis

Die deutsche Phoenix-Contact-Gruppe wiederum hat sich auf innovative Produkte und Technologien rund um Elektrotechnik und Automation spezialisiert. Industrie 4.0 ist für sie damit schon seit geraumer Zeit Unternehmensalltag. 

Posten, liken, voten erwünscht

Zum Schluss hat WIFI-Trainerin Maren Fick die Connected Classrooms vorgestellt. Bei dieser Kompetenzvermittlung werden soziale Medien in das gemeinsame ortsunabhängige Lernen integriert. Soziale Medien würden eher positiv aufgenommen, der Wille zur Leistung würde dadurch gesteigert, betont die Trainerin. Die Kommunikation erfolgt dabei in einer geheimen Facebook-Gruppe, Übungsergebnisse lassen sich in Echtzeit kommentieren und liken. Votings erhöhen den Wettbewerb unter den Lernenden.

Links

Jetzt teilen: