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Flexibilität, Teamwork & Film ab

Digital Media Management-Studierende (Master Studiengang) werfen einen Blick hinter die Kulissen des ORF1, Studentin Johanna Reber berichtet

Flexibilität, Teamwork & Film ab
Die Studierenden des Master Studiengangs Digital Media Management waren zu Gast im ORF1 Newsroom.
Copyright: Elisabeth Sonnleitner

Die Studentinnen und -studenten des Masterstudiums Digital Media Management konnten im Rahmen der Lehrveranstaltung „Case Studies Content Management“ einen Blick hinter die Kulissen des ORF1 Newsrooms werfen.

Helene Voglreiter, Chefin vom Dienst und Redakteurin im ORF1 Newsroom, führte die interessierten Studierenden durch das ORF-Labyrinth und gab Einblick in ihren Redaktionsalltag.

„Von Tag zu Tag planen“

Im Gespräch betonte Helene Voglreiter, dass ihr Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich und schwer planbar sei. Ständig müssen die MitarbeiterInnen der Redaktion auf aktuelle Ereignisse im Weltgeschehen gefasst sein. Daher plant Helene Voglreiter immer von Tag zu Tag. Dabei sei Flexibilität besonders wichtig, denn oft würden bereits geplante Sendungen wieder komplett umgeworfen, wenn sich kurzfristig etwas Relevantes ereignet.

Besonders wichtig sei es, darauf zu achten, dass die Nachrichtenfaktoren Aktualität und Betroffenheit auf die ausgewählten Themen zutreffen. Betrifft die Nachricht die Bevölkerung und ist sie relevant? Ist dies klar mit „Ja“ zu beantworten, kann es auch schon losgehen: In der Morgenkonferenz wird besprochen, wer welche Aufgaben zu erfüllen hat. Sind alle Themen verteilt und die weitere Vorgehensweise klar, startet die Recherche der Beiträge.

Für alle verständlich

Eine große Herausforderung für die Redakteurinnen und Redakteure besteht darin, komplexe Themen für das Publikum verständlich aufzubereiten. „Alle Nachrichten müssen auf dem Niveau 0 verfasst werden, um eine breite Öffentlichkeit damit ansprechen zu können“, erklärt Helene Voglreiter.

Nach der ersten Recherche und dem Sammeln von Daten und Fakten wird entschieden, ob selbst Material gedreht oder Agenturmaterial verwendet wird. Helene Voglreiter erklärt auch, dass beim Schreiben des Textes in Bildern gedacht werden muss und auch, welche Bilder dazu passen könnten.

„Fernsehen ist Teamarbeit“

Wichtig ist, dass um spätestens 16 Uhr das Filmmaterial geschnitten wird, um rechtzeitig um 18:10 Uhr gesendet werden zu können. Dazu sitzt das Redaktionsteam gemeinsam mit ausgebildeten Cuttern in Schnitträumen und sie basteln, oft unter Zeitdruck, an der perfekten Bildgeschichte.

„Fernsehen ist Teamarbeit! JedeR einzelne weiß, was zu tun ist, hilft tatkräftig mit und gibt ihr/sein Bestes“, betont die Chefin vom Dienst.

Rund um den Globus live dabei

Nicht nur hier in der ORF1 Newsroom Redaktion wird fleißig an der Sendung gearbeitet, sondern auch 24 Korrespondentinnen und Korrespondenten aus aller Welt – von Washington bis Moskau – unterstützen mit Bildern und Interviews. Diese sind rund um die Uhr erreichbar und bestens vertraut mit der Kultur sowie dem politischen Background im jeweiligen Land. Sie stehen immer für Live-Übertragungen in das ORF1 Studio bereit und berichten brandaktuell vor Ort.

Sind die einzelnen TV-Beiträge fertig, werden sie an die Regie weitergeleitet und nach weiteren gründlichen Checks im Studio letztendlich von den Gesichtern der Sendung, sprich der Moderatorin beziehungsweise dem Moderator, präsentiert.

Auch die Studierenden der FH St. Pölten konnten bei den Vorbereitungen in der Regie und im Studio hautnah dabei sein – ein Highlight, zu sehen, wie eine Live-Sendung on air geht.

Fokus auf die Gegenwart

In den morgendlichen Konferenzen wird der Vorabend besprochen und Feedback gegeben. In der Redaktion steht allerdings immer die aktuelle Sendung im Vordergrund und weniger die Quoten des Vorabends.

„Entscheidungen in der Redaktion werden nie aufgrund der Quote getroffen. Ein Quoteneinbruch kann viele Auslöser haben, wie beispielsweise schönes Wetter oder ein spannendes Fußballmatch“, weiß Helene Voglreiter.

Selbst anhand der Praxis lernen? 

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