Forschung - der Gesellschaft verpflichtet

Lange Nacht der Forschung, Aula der Wissenschaften

Forschung fristet ihr Dasein schon lange nicht mehr im Elfenbeinturm sondern begeisterte Jung und Alt auf der Langen Nacht der Forschung

Der größte österreichweite Event, bei dem WissenschafterInnen und Researcher ihre Leistungen einer breiten Öffentlichkeit präsentieren, war für die FH St. Pölten – mit den Standorten Wien und St. Pölten – ein voller Erfolg. Der Besucherandrang bei der Aula der Wissenschaften in der Wollzeile in Wiens erstem Bezirk war mit insgesamt 3.200 Personen aller Altersgruppen überwältigend und musste zum Teil gestaffelt eingelassen werden. Der BesucherInnenandrang in der Stadt St. Pölten belief sich auf insgesamt 2.500 Personen.

„Forschung ist Teil der Qualitätssicherung, nur so können wir am aktuellen Stand des Wissens bleiben und praxiskonform ausbilden. Früher war die Wissenschaft irgendwo im Elfenbeinturm versteckt. Heute müssen wir in unserer digitalen Welt radikal umdenken; es braucht eine offene Hochschule. Da gehört es dazu, Ergebnisse der Forschung öffentlichkeitswirksam zu präsentieren, mit der Bevölkerung zu diskutieren und im dritten Schritt auch Vorschläge von außen reinzuholen, was die Gesellschaft braucht.“, so der Rektor Hannes Raffaseder der FH St. Pölten.

Interaktive Präsentation in der Aula der Wissenschaften

In der Aula der Wissenschaften besuchte Bundesminister Dr. Reinhold Mitterlehner eine Installation, die Dipl.-Ing. (FH) Matthias Husinsky, Researcher am IC\M/T - Institut für Creative\Media/Technologies, für den Deutschen Leichtathletikverband programmierte. Mit dieser Arbeit bewarb sich die Stadt Berlin für die Austragung der LA-EM 2018. Die Installation wurde gemeinsam mit der deutschen Firma „trust your ears gmbh“ entwickelt.

Die Installation dient zur Visualisierung von 360°-Panoramen. Die Projektion, die einen Ausschnitt aus dem Panorama zeigt, kann durch Körperbewegung und Handgesten beliebig gedreht und navigiert werden. Im Panorama verteilte Tags können per Fingerzeig aktiviert werden, um Informationen abzurufen. Diese Panoramen sind auch „kippbar“ um nach oben zu sehen, bei Kirchen und Kuppelbauten ergeben sich völlig neue Blicke darauf. BM Dr. Mitterlehner zeigte sich beeindruckt von der intuitiven Art und Weise mit dem Panorama zu interagieren und stellte anschließend Fragen zur Funktionsweise.

Interdisziplinäre Forschung

Forschungsfragen beantworten sich meist erst aus verschiedenen Disziplinen, das Wissen aus Einzelwissenschaften wird genutzt, wie beispielsweise im interdisziplinären Projekt CARMA.

Bei CARMA (Bild) wird Musikrhythmus als Steuergröße zur Geschwindigkeitsregulation bei Bewegung untersucht. Wie dieser Effekt im Bereich der Rehabilitation genutzt werden kann, ist weiterer Forschungspunkt des Projektes.

Das Projekt CARMA ist Teil des neuen Forschungsschwerpunkts „Digital Health Care“, mit dem die FH St. Pölten Medientechnik, Physiotherapie, Diätologie und IT-Sicherheit verknüpft. Neu ist auch der interdisziplinäre Studiengang Digital Healthcare, welcher im Herbst 2014 an der FH St. Pölten an den Start geht.

Nähere Informationen zum berufsbegleitenden Master Studiengang Digital Healthcare

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