Forschungsforum 2015 – IC\M/T präsentiert Projekte

Für das 9. Forschungsforum der österreichischen Fachhochschulen werden mehrere Forschungsprojekte von wissenschaftlichen MitarbeiterInnen des IC\M/T präsentiert.

Das Forum findet am 8. und 9. April 2015 in Hagenberg unter dem Motto "Wegbereiter - Karrierepfade durch ein Fachhochschulstudium!" statt. Das Paper "Literature Review in Visual Analytics for Malware Pattern Analysis" rund um das Projekt "KAVA-Time" von Markus Wagner, Wolfgang Aigner, Andrea Haberson und Alexander Rind " fand darin Aufnahme.

Die Visualisierung von verwundbaren Systemen wird immer wichtiger durch die steigende Anzahl von Schadsoftware (Malware). Dies gilt sowohl für Netzwerke, individuelle Computer als auch für mobile Endgeräte (Tablet, Mobiltelefon, u.ä.). Es gibt es viele verschiedenen Ansätze und Techniken, um Malware aufzuspüren und zu isolieren.

Der Einsatz von Datenvisualisierungen

Im Projekt KAVA (gefördert vom FWF) wird erforscht, welche Vorteile der Einsatz von Datenvisualisierungen und die Anwendung von Visual Analytics Methoden für AnalystInnen bieten. Um die Daten interaktiv explorieren zu können, steht eine bestimmte Anzahl von Visualisierungsmethoden zur Verfügung. Um einen guten Überblick der zur Verfügung stehenden Visualisierungs- und Interaktionsmethoden für die Malware-Analyse bereitstellen zu können, hat das FH-Team eine umfangreiche Literaturrecherche aus der Sicht von Visual Analytics (VA) durchgeführt.

Einteilung der Systeme

Die gefundenen Systeme wurden in drei Hauptkategorien unterteilt um gemeinsame Merkmale zu präsentieren. Diese 3 Kategorien sind: Systeme für lokale Computer, Techniken basierend auf Binär- und Graustufenbildern, und Netzwerküberwachung sowie Eindringlingserkennung. Ebenso wurde jedes System anhand der unterstützten Interaktionsmethoden, der Dimensiona-lität des Darstellungsraumes und der verwendeten Visualisierungstechniken kategorisiert, um einen guten Überblick zu gewährleisten. Generell zeigt dieses Paper, dass das Feld der Mal-ware-Analyse in Kombination mit VA noch nicht sehr weit erforscht ist. Die meisten der prä-sentierten Ansätze verwenden nur wenige der zur Verfügung stehenden Interaktionsmethoden bzw. beschränken sie sich auf 2-dimensionale Repräsentationsmethoden für die Daten, wodurch viel Spielraum für zukünftige Forschungsvorhaben vorhanden ist.

Ein Multi-Screen Minigolfspiel

Ein weiteres Paper „Die praktische Anwendung des Shared-Screen Musters für ein Multi-Screen Minigolfspiel“ von Kerstin Blumenstein, Tomáš Kasanický und Grischa Schmiedl beschäftigt sich mit Multi-Screen Anwendungen. Multi-Screen Anwendungen nutzen den Bildschirm mehrerer mobiler Geräte und können so einen Mehrwert generieren. Für den Spielbereich ist hier vor allem das Shared-Screen Muster von Interesse. Hierbei wird versucht aus mehreren kleineren Bildschirmen eine größere geteilte Fläche zu bilden, wodurch eine in Form und Größe verändere Spielfläche erstellt werden kann.

Anwendung beim Minigolf

Das Paper befasst sich mit der angeführten Problematik sowie mit dem möglichen Mehrwert eines Minigolfspiels als Shared-Screen Anwendung gegenüber einer Single-Screen Variante. Die Basis dieser Veröffentlichung bildet die Diplomarbeit von Tomáš Kasanický (FH-St. Pölten-Absolvent Digi-tale Medientechnologien Masterklasse Mobile, Jahrgang 2012), die von Kerstin Blu-menstein betreut wurde.

BRELOMATE für ältere Menschen

Die Multiscreen-Anwendung "BRELOMATE" für ältere Menschen ist ein interdisziplinäres Projekt: Ein Tablet ist Steuerungseinheit für Videotelefonie und Kartenspiel. Ein TV-Bildschirm dient dabei aufgrund seiner optimalen Größe zur Informationsdarstellung. Ein zentraler Server ist für den Datenaustausch zwischen den Haushalten verantwortlich. Die Anwendung für Tablet und TV-Bildschirm wurde in Android umgesetzt, jene für den TV-Bildschirm läuft auf einer TV-Box, die über HDMI mit eben diesen verbunden ist und in Echtzeit kommuniziert. Gernot Rottermanner geht unter anderem auch auf die Auswertung der Usability Tests ein.

Zu den (Erst-)AutorInnen

Kerstin Blumenstein
Markus Wagner
Gernot Rottermanner

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