Staatspreis-Gewinner Frauscher zu Gast

(v. l. n. r.) Harald Wimmer (Studiengangsleiter Master Media- und Kommunikationsberatung), Monika Vyslouzil (Leiterin FH-Kollegium), Gast Florian Helmberger (Head of Sales Frauscher) und Carina Havlicek (FH-Dozentin)

Verfasst von Markus Hofstätter (Bachelorstudium Media- und Kommunikationsberatung)

Am 29. November 2017 durften die Studierenden des Bachelor Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung in die spannende Welt des Marketings von Luxusprodukten eintauchen. Florian Helmberger, Gewinner des Staatspreises für Marketing und Head of Sales bei Frauscher, ging auf die zahlreichen Herausforderungen ein, die es im Marketing bei Luxusbooten zu meistern gilt. 

Herausforderungen und Strategien zur Bewältigung

Gleich zu Beginn des Vortrags behandelte Florian Helmberger ein Grundproblem derartiger Produkte: Im Grunde genommen braucht niemand wirklich ein solches Boot. Man muss den Kundinnen und Kunden demnach ein Produkt verkaufen und schmackhaft machen, welches sie nicht wirklich brauchen.

Erschwerend hinzu kommt, dass das Unternehmen viele Mitbewerber hat. Dadurch, dass die potentiellen Kundinnen und Kunden des Unternehmens sehr viel Geld zu Verfügung haben, können sie frei entscheiden, wofür sie ihr Geld ausgeben. Somit wird also auch ein Swimmingpool, eine Luxuskarosse oder auch ein Sportpferd zum direkten Mitbewerber von Frauscher. Aufgabe des Marketings ist es dementsprechend, KäuferInnen nicht nur davon zu überzeugen, dass sie ein Boot von Frauscher brauchen, sondern auch davon, warum Boot fahren überhaupt die beste Freizeitbeschäftigung für sie ist.

Im Anschluss daran ging Helmberger auf die Strategie von Frauscher ein, um die eben genannten Probleme zu überwinden. Die Kernpunkte:

  • Verwenden spezifischer Medien bzw. auch allgemeiner wirtschaftlicher Magazine, um Editorials und Pressemitteilungen zu generieren.
  • Potenzielle Kundinnen und Kunden erreichen, bevor sie überhaupt wissen, dass sie ein Boot von Frauscher haben wollen. Den Kundinnen und Kunden die Auswahl zu Gunsten von Frauscher „erleichtern“.
  • Den Informationsfluss konstant halten.
  • Kundinnen und Kunden auf verschiedenste Weise ansprechen. (Nicht nur auf ein Produktcharakteristikum fokussieren.)
  • Erlebnisse für die Kundinnen und Kunden schaffen.

Frauscher-Projekt-Sieger des Staatspreis Marketing 2017

Im zweiten Teil der Präsentation stellte Florian Helmberger zwei spezifische Projekte vor: Zum einen die Markteinführung des 1414 Demon, einer Luxusyacht und die Markteinführung eines Modells im niedrigeren Preissegment, der Frauscher 858 Fantom Air. Mit der ersten Kampagne, der Markteinführung des Demon, konnte Helmberger mit seinem Team den Staatspreis Marketing 2017 gewinnen und sich gegen viele hochkarätige Einreichungen durchsetzen.

Die große Challenge hier: Den Kundinnen und Kunden vermitteln, dass ein Frauscher Boot auch meerestauglich ist und man damit problemlos mehrere Tage unterwegs sein kann, denn Frauschers bisherige Produktlinie war eher für den Einsatz auf großen Seen konzipiert. Die Kampagne stand also unter dem Motto „From See to Sea“.  Im Zuge der Kampagne wurde unter anderem ein Launch-Event mit Presse und Influencern durchgeführt und es wurden Berichte in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sowie Boots-Fachmedien zur Bekanntmachung verwendet.

In Sachen Preispolitik geht Frauscher mit dem Demon ganz klar in Richtung Qualitätsführerschaft, zumal das Boot vollkommen nach eigenen Wünschen konfigurierbar und ausstattbar ist und weil das Unternehmen mit diesem Modell in ein höherliegendes Größen- und Preissegment einsteigt.

„Eine exzellente Veranschaulichung von gutem Marketing“

In Summe bot der Vortrag von Florian Helmberger mit Themen wie Strategie, Branding und dem Marketing-Mix hervorragende Parallelen zur Lehrveranstaltung „Marketing“ von Carina Havlicek und Harald Wimmer. Vor allem die Teile zu Strategie und dem Marketing-Mix boten für die Studierenden ein exzellentes Best Practice, da genau das erst kurz zuvor in der Lehrveranstaltung behandelt wurde bzw. noch immer wird. Somit war der Vortrag eine exzellente Veranschaulichung von gutem Marketing und richtigem Einsatz der Instrumente.

Im Namen des Jahrgangs ein großes Dankeschön an den Vortragenden und die Organisatorinnen und Organisatoren.

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