Ein Semester Digital Business in Schweden

Laura Dietrich nutzt ihr Auslandssemester in Schweden auch, um von dort aus andere Länder und Orte zu bereisen.

Laura Dietrich, Studentin Master Digital Media Management, berichtet von ihrem Semester in Schweden und fragt "Wohnst du noch oder lebst du schon?"

Hallo St. Pölten! Mein Name ist Laura Dietrich. Ich bin Studentin im Master Studiengang Digital Media Management an der FH St. Pölten und ich mache gerade mein Auslandssemester in Stockholm. Es fühlt sich für mich gerade echt komisch an, ein paar Zeilen auf Deutsch zu schreiben, so sehr bin ich nach gut zwei Monaten schon im Englischen drinnen. Nun aber ran an die Materie.

Schweden – So fern und doch so nah

So unterschiedlich Schweden und Österreich anfangs scheinen mögen, habe ich relativ schnell gemerkt, dass die beiden Länder gar nicht so verschieden sind. Gut, ein paar Dinge wären da schon. Zum Beispiel, dass es auf meiner Hochschule – der Södertörns Högskola – nur geschlechtsneutrale Toiletten gibt. Oder dass man hier beim Anstellen für Post oder Bibliothek zunächst eine Nummer ziehen muss. Aber ansonsten gibt’s sehr viele Ähnlichkeiten, wie die Naturverbundenheit: Stockholm ist eine ziemlich weitläufige Stadt, die zu einem Drittel aus Wald, zu einem weiteren Drittel aus Wasser und zu einem letzten Drittel aus urbanen Gebieten besteht – ich fühle mich als Dorfkind dementsprechend richtig wohl hier. Zumal mein Studentenwohnheim ca. 15 Gehminuten von der Uni entfernt mitten im Wald ist.

Reisen, reisen und nochmals reisen

Auch wenn das Erkunden möglichst vieler verschiedener Länder aufgrund der tollen Lage von Österreich aus besser funktioniert, kann man doch auch von Schweden aus relativ viel reisen. So habe ich zum Beispiel bei einem ESN Trip nach Norwegen mitgemacht, bei dem ich u. a. die Fjorde, Oslo, Bergen und Kontinentaleuropas größten Gletscher besichtigt habe.

Von Stockholm aus kann man außerdem auch das Baltikum relativ bequem – und vor allem günstig (!) – mit einer Fähre besuchen. Neben Riga und Tallinn stehen noch Kopenhagen, Malmö und ein großer Trip nach Helsinki und ins finnische Lappland auf meiner Liste.

Der gute alte Freizeitstress

Wenn man fürs Auslandssemester in ein Land zieht, in dem man noch nie zuvor gewesen ist, dann vervielfacht sich die Liste an Dingen, die man machen möchte. Neben dem Reisen in Nachbarländer will man die Stadt und das Land erkunden, man will die Landessprache lernen, man will neue Freundschaften schließen und aufrechterhalten und das alles neben dem Unterricht. Bei mir kommt noch erschwerend hinzu, dass ich einen ansehnlichen und lesbaren Blog darüber schreiben möchte und dass ich mir schon Gedanken über meine Masterthese machen muss. Ganz schön viel für das Bisschen an Zeit, das man hat! Wieso hat der Tag eigentlich nur 24 Stunden?

Eine neue Freundschaft ist wie ein neues Leben

Auch wenn diese Überschrift an einen kitschigen Schlager angelehnt ist, so trifft sie doch relativ gut zu. Achtung, Hasser des Kitschs und der Rührseligkeit, nun folgt der kitschige Teil meines Artikels! Wenn ich so daran denke, wie viele neue Freunde ich hier schon gefunden habe, dann bin ich mir sicher, dass dieses Auslandssemester die beste Entscheidung meines Lebens ist. Man hat ein völlig neues Lebensgefühl, eine Euphorie, internationale Freundschaften zu schließen, die bleiben. Und diese Freunde sind nicht bloß Bekanntschaften – nein, sie sind wie eine zweite Familie, meine Erasmus-Familie.

Bevor das hier jetzt alles zu lang wird – denn mich kurzzufassen ist nicht gerade eine meiner Stärken – möchte ich euch noch auf meinen Blog verweisen. Ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig, als euch liebe Grüße aus Sverige zu wünschen. Hej då!

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