Gewalt durch KlientInnen – ein Tabuthema in der Sozialarbeit?

Gefahr KlientIn

Handbuch zum besseren Umgang mit Aggressionen und Gewalt im professionellen Alltag erstellt

Immer wieder sind SozialarbeiterInnen in unterschiedlichen Handlungsfeldern von psychischen und physischen Übergriffen durch KlientInnen betroffen. Dennoch wird das Thema oft tabuisiert, Studien gibt es kaum. Der Bachelorstudiengang Soziale Arbeit der Fachhochschule St. Pölten hat Gewalt gegenüber SozialarbeiterInnen zum Gegenstand eines Projektes gemacht. 14 Studierende des Jahrgangs 2010 erarbeiteten ein Jahr lang eine Vielfalt von Themen im Bereich von Gewalt und Aggression mit dem Ziel, ein bisher wenig erforschtes Gebiet durch systematische Forschung zu erhellen.

Leitfaden für SozialarbeiterInnen

Eine Trennschärfe zwischen Aggression und Gewalt war ebenso Thema dieses Projektes wie Auswirkungen von Gewalt, Gewaltprävention, der Übergang von Aggression zu einer Gewalthandlung, Eskalationen der Gewalt, Zusammenhang zwischen Persönlichkeitsstruktur und Aggressionsausdruck. Ziel des Projektes war es, ein tieferes und damit umfassenderes Verständnis von Gewalt als spezifischem Ausdruck der Aggression zu erlangen sowie einen Leitfaden für SozialarbeiterInnen (exemplarisch für die Jugendwohlfahrt) zum besseren Umgang mit Aggressionen zu erarbeiten.
Das Handbuch wurde Ende Juni 2013 persönlich durch Studierende und Lehrbeauftragte des Projektes den leitenden Sozialarbeiterinnen der Jugendwohlfahrt NÖ übergeben und steht allen niederösterreichischen Jugendämtern zur Verfügung.

Projektleitung: Mag. (FH) Ulrike Rautner-Reiter, DSA

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