Honorary Mention für Patrik Lechner

Anastrophe

Für sein Stück „Anastrophe“ wurde Patrik Lechner mit einer Honorary Mention beim Prix Ars Electronica 2019 gewürdigt

Über 800 Werke wurden im Bereich Digital Music & Sound Art eingereicht. Patrik Lechner, Junior Researcher in der Forschungsgruppe Media Creation am IC\M/T, erhielt dabei eine der insgesamt 12 Honorary Mentions dieser Kategorie für sein Stück „Anastrophe“.

Für Akusmonium entwickeltes Stück

Lechners Werk wurde speziell für das Spielen auf einem Akusmonium, einem Instrument, welches zur Interpretation computergenerierter Werke und zur Erzeugung dynamisch-bewegter Klangskulpturen verwendet wird, entwickelt. Die Urarufführung von „Anastrophe“ fand 2018 im Rahmen des Unsafe+Sounds Festival 2018 in der Nordbahnhalle Wien statt.

Untypisch für Akusmoniumstücke setzt Patrik Lechner mit seinem Werk einen klaren Schritt in Richtung beatgetriebener Musik, jedoch ohne dabei den Fokus auf Sounddesign und neuartige Klangstrukturen zu verlieren. Seine synthetisch/prozedurale Arbeit wurde komplett mit einer eigenen Software erstellt. 

Ein Eindruck von „Anastrophe“ ist hier zu finden.

Über Patrik Lechner

Bereits seit einigen Jahren arbeitet Patrik Lechner im Bereich experimenteller Audio-/Videoinhalte und war mit seinen audiovisuellen Performances bereits in Österreich, Belgien, Italien, Bulgarien, Deutschland, Kanada und Dubai unterwegs. Ebenfalls ist er regelmäßig beim Austrian Pavilion und war 2010 bei der Weltausstellung in Shanghai vertreten.

Lobende Worte der Jury 

Die Jury des Prix Ars Electronica 2019 begründete ihre Entscheidung, Patrik Lechner für sein Werk mit einer Honorary Mention zu würdigen, mit folgendem Statement:   

„Patrik Lechner’s Anastrophe offers a 3-dimensional sonic journey through space, bringing together digital club music, futuristic sound-design, and algorithm-based procedures, all created with custom made software. The audio-visual artist and programmer Patrik Lechner delves deep into complex structures, composing with densities and textures, stochastic processes and beat structures that evolve from contemporary club music. Anastrophe leaves us stunned, lost in space, free of gravity.

The artist succeeds in building up short narratives that might, just a second later, dissolve into molecular arrangements. He confuses our perception of time and space while not aiming for complete immersion, but constantly grabbing our attention. Instead of following a linear movement, perspectives are thus on a permanent shift.

Lechner is uniting digital processed-based real time sound-design that is controlled by self-designed algorithms, a convincing spatialization concept, and dance music in this acousmatic composition, helping to emancipate the instrument from its academic context of electro-acoustic music and transferring it into the context of live procession.“

Wir gratulieren Patrik Lechner zu diesem tollen Erfolg!

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