Hot Spots Ernährungstherapie & Praxis-Forum 2018

TeilnehmerInnen am Forum mit FH-Dozent Johann Grassl und Studiengangsleiterin Gabriele Karner

Das jährlich stattfindende Praxisforum der Diätologie hat bereits Tradition! Der Bachelor Studiengang Diätologie lud zum zehnten fachlichen Austausch.

Die Verknüpfung von Praxis mit Lehre und Forschung ist ein wesentlicher Aspekt der fachhochschulischen Ausbildung, wie auch der Wissenstransfer zwischen diesen drei Bereichen u. a. zur Qualitätssicherung des Studiums beiträgt. Aus diesem Grund wird seitens des Studiengangs Diätologie auf die regionale Vernetzung und einen regelmäßigen persönlichen Austausch mit den PraktikumsanleiterInnen großer Wert gelegt. 34 Diätologen und Diätologinnen aus Kliniken, Sonderkrankenanstalten sowie Geriatrie- und Rehabilitationszentren folgten am 21. November der Einladung zum Praxis-Forum 2018 des Studiengangs Diätologie.

Hot Spots der Ernährungstherapie

Unter diesem Motto werden aktuelle Themen und Bachelorarbeiten den KollegInnen aus der Praxis vorgestellt. Die „Hot Spots der Ernährungstherapie“ sind als Fortbildungsveranstaltung konzipiert und können mit acht Fortbildungspunkten vom Berufsverband angerechnet werden.
Den Anfang machten zwei Absolventinnen des Jahrgangs 2015 bis 2018. Sie präsentierten die Ergebnisse ihrer Bachelorarbeiten: Viktoria Pöll referierte zum Thema „Gestationsdiabetes – Aktuelle Empfehlungen zu Lifestyle-Interventionen und Beispiel evidenzbasierter Ernährungstherapie anhand einer Fallstudie“. Charlotte Werner präsentierte die Gemeinschaftsarbeit (mit Verena Hut) unter dem Titel „Diabetesberatung – Fokus auf ernährungsrelevante Nebenwirkungen der oralen Antidiabetika“.

Das internationale Erasmus+ geförderte Projekt „IMPECD – Improvement of Education and Competences in Dietetics“ konnte Ende August erfolgreich abgeschlossen werden. Vorgestellt wurden die Ergebnisse von der Projektleiterin, FH-Dozentin Alexandra Kolm, mit dem Titel: „IMPECD – Onlinekurs mit diätologischen Fallbeispielen“.

ICF-Diätetik als einheitliche Fachsprache

Die Vortragsreihe vervollständigte Gabriele Gäbler, die über die „Einheitliche Fachsprache in der Diätologie – Anwendung der ICF-Diätetik im Rahmen des Diätologischen Prozesses“ sprach. ICF steht für “International Classification of Functioning, Disability and Health”. Die ICF-Klassifikation der WHO bietet eine standardisierte Sprache und einen gemeinsamen Rahmen für die Beschreibung von Gesundheitszuständen und Problemen, die mit der Gesundheit in Zusammenhang stehen.
Frau Gäbler ist Diätologin und beschäftigt sich in ihrem Doktoratsstudium intensiv mit der Harmonisierung der diätologischen Fachsprachen für die klinische Praxis und Forschung, sowie der Entwicklung der österreichischen ICF-Diätetik als Instrument der Dokumentation und Qualitätssicherung. Der Titel ihres Doktorats-Projektes lautet: „Towards Harmonization of Nutrition and Dietetics Terminologies for Clinical Practice and Research: Development of the Austrian ICF-Dietetics“.

Praxis-Forum

Den Abschluss dieses Tages macht immer das „Praxis-Forum“. Es bietet eine zentrale Plattform für den persönlichen Austausch sowie die Vernetzung vom Studiengang Diätologie mit PraktikumsanleiterInnen. Hier werden beispielsweise aktuelle Entwicklungen in der praktischen Ausbildung oder auch die Herausforderungen in der Betreuung diskutiert. Denn die praktische Ausbildung trägt zu einem wesentlichen Teil dazu bei, Studierende an Fachhochschulen auf ihren künftigen Beruf vorzubereiten und PraktikumsanleiterInnen haben hier eine wichtige Funktion.

Heuer informierte Daniela Wewerka-Kreimel, stv. Studiengangsleiterin, die 34 TeilnehmerInnen über die Implementierung des IMPECD-Online-Kurses in die Lehre und die positiven Auswirkungen auf die Aufgabenstellungen in der praktischen Ausbildung. Einerseits ist nun der Online-Kurs für Diätologen und Diätologinnen frei zugänglich und kann für die persönliche Fortbildung zuhause genutzt werden. Andererseits werden die klinischen Fallbeispiele ab Sommersemester 2019 in die Lehre integriert. Diese Innovation bedeuten eine Reduktion des Betreuungsaufwandes für die Erarbeitung der Diätologischen Prozesse im Praktikum und ermöglicht umgekehrt mehr Zeit für andere, diätologiespezifische Aufgaben.

Beste Ergebnisse bei Evaluation

Die erfreulichen Ergebnisse der vom Qualitätsmanagement der FH durchgeführten Befragung der PraktikageberInnen präsentiert die Studiengangsleiterin Gabriele Karner dem Publikum. Die Zufriedenheit der PraktikumsanleiterInnen mit den Studierenden des Studiengangs Diätologie ist mit 94 Prozent sehr hoch. Die PraktikantInnen werden in ihren fachlichen Fähigkeiten sowie methodischen und sozialen Kompetenzen mit „sehr gut“ und „gut“ bewertet. Sehr erfreulich ist auch, dass die FH St. Pölten als dynamisch, modern und innovativ wahrgenommen wird!

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