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Huber: Ausblicke für Betriebliche Sozialarbeit

arlt.dialog #7: Alois Huber im Gespräch

Seit Mitte 2018 ist Alois Huber Dozent am Department Soziales der Fachhochschule St. Pölten. Der ehemalige Geschäftsführer der Archäologisch Sozialen Initiative ASINOE und Leiter des Campus und City Radios St. Pölten leitet ab Oktober gemeinsam mit Tom Schmid ein Studierendenprojekt zur Betrieblichen Sozialarbeit. Mit arlt.dialog sprach er über die Herausforderungen in diesem Feld.

Sie sind seit Kurzem an der FH St. Pölten als Dozent aktiv. Was sind ihre Arbeitsschwerpunkte?

Meine Schwerpunkte an der FH St Pölten sind das Unterrichten, vor allem sozialwissenschaftliche Grundlagen und Gesprächsführung, Mentoring und Controlling und Finanzen. Außerdem arbeite ich in den Bereichen "Soziale Arbeit und Digitalisierung" sowie eben "Betriebliche Sozialarbeit".

Im Herbst startet im Master Studiengang ein Projekt zur Betrieblichen Sozialarbeit. Studierende bekommen die Gelegenheit, sich mit einem bisher nicht sehr etablierten Thema in der Sozialen Arbeit zu beschäftigen. Was sind die Ziele dieses Projektes?

Wir wollen eine Basis für angehende SozialarbeiterInnen im neuen/alten Zukunftsfeld schaffen. Einerseits das Vorhandene sichern und andererseits den Bereich auch eingrenzen, um konkrete Ausblicke für die Profession zu schaffen. Als Leiter der Betrieblichen Sozialarbeit der Voestalpine Krems kann ich auf langjährige Erfahrung und Praxisbezug zurückgreifen.

Was kann Betriebliche Sozialarbeit leisten? Welche Lücke kann sie füllen?

Es ist in Deutschland, der Schweiz und den USA selbstverständlich, sich mit "Betrieblicher Sozialarbeit", nämlich mit "Employee Assistance Programs", zu beschäftigen. Es kann speziell zwischen dem großen Feld der "Betrieblichen Gesundheitsförderung" und dem "Betrieblichen Coaching" angesiedelt werden.

Es ist ein großes Thema, ein großes Feld, eine riesen Chance. Die Sozialarbeit muss sich dieser Herausforderung stellen, wir dürfen uns diese Chance nicht entgehen lassen, diesen Bereich mit sozialarbeiterischer Kompetenz zu bespielen. Wir werden uns grundlegend diesem Thema stellen und es professionell im Masterprojekt aufarbeiten.

Als Radiomacher bringen Sie auch Medienkompetenz in die Lehre an der FH St. Pölten ein. Welche Rolle spielt die Arbeit mit Medien in der Sozialen Arbeit der Zukunft?

Ich war von 2007 bis 2010 Leiter des Campus und City Radios St Pölten. Medienkompetenz ist gerade für SozialarbeiterInnen entscheidend. Wir können uns glücklich schätzen, so ein Radio zu haben. Die Soziale Arbeit hat den Content.

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