Industrie 4.0 mit Nachhaltigkeitsanspruch

Studierende aus dem Bachelor Studiengang Smart Engineering entwickeln gemeinsam mit SchülerInnen smarte Projekte für die Zukunft

Im sechsten Semester des Bachelor Studiengangs Smart Engineering widmeten sich die Studierenden ihrem vierten dualen Projekt. Unter dem Titel „Industrie 4.0 – Nachhaltigkeit 4.0“ orientierte man sich stark am FH-Jahresthema „Nachhaltigkeit“. Da die Smart Engineering-Studierenden als soziale Kompetenz für sich das Lernziel „Führung“ definiert haben, wurde das Projekt in Kooperation mit den Schulen HAK St. Pölten, HTL St. Pölten und HTL Waidhofen a.d. Ybbs umgesetzt. Die Studierenden sollten lernen, in interdisziplinären Teams Führungskompetenzen bei der Umsetzung eines konkreten Projektes aufzubauen, anzuwenden und auszubauen.

In mehreren Schritten, die sich von Februar 2018 bis Juni 2018 erstreckten, stellten sie ihre Lösungskompetenzen und Führungsqualitäten unter Beweis.

Schritt #1 – Design Thinking Workshop an der FH St. Pölten

Im Design Thinking Workshop im Februar 2018 widmeten sich alle Studierende einer Herausforderung zum Thema „Nachhaltigkeit“ aus der eigenen Berufspraxis, direkt aus dem eigenen Unternehmen. Gemeinsam mit den SchülerInnen wurde in einem kreativen und intuitiven Prozess an ersten Lösungsideen und Prototypen gearbeitet (siehe „Mit Design Thinking Industrie-4.0-fit“).

Schritt #2 – die Studierenden übernehmen Führungsverantwortung

JedeR der Studierenden bildete ein Team mit drei SchülerInnen aus den Schulen HAK St. Pölten, HTL St. Pölten und HTL Waidhofen. Die Studentinnen und Studenten erstellten nun gemeinsam mit ihrem interdisziplinären Team einen geeigneten Projektplan; es galt, Aufgaben daraus zuzuweisen, zu delegieren und eine geeignete (digitale) Kommunikations- und Meetingstruktur für das Team aufzubauen.

Schritt #3 – Projektdurchführung

Im März 2018 starteten 14 Teams (jeweils drei SchülerInnen wurden von einem Smart Engineering-Studierenden gemanagt) mit der Durchführung der Projekte in 14 Partnerunternehmen. Lediglich sechs Teams entschlossen sich, das Projekt nicht im Team durchzuführen; diese sechs Studierenden widmeten sich ihrer Projektarbeit ohne Team und besuchten einen Workshop zum Thema „Führung und Motivation von Teams“.

Sowohl die Teams als auch die Studierenden ohne Team wurden während der gesamten Phase der Projektdurchführung von FH-BetreuerInnen und UnternehmensbetreuerInnen gecoacht und begleitet. 

Schritt #4 – Projektvernissage beim Partnerunternehmen Doka

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Projekte präsentierten die Studierenden ihre Ergebnisse gemeinsam mit SchülerInnen aus den Teams in Form einer Projektvernissage in der neu errichteten Futurezone bei Doka, einem Partnerunternehmen des Studiengangs Smart Engineering.

BSE Doka Vernissage

Nachhaltigkeit smart umgesetzt

Die Projekte reichten von einem „nachhaltigen Verpackungskonzept für 3D-Drucker“ über die "Errichtung von Elektromobilitätsladestationen“ bei einem Partnerunternehmen bis hin zu der „Reduktion des Daten- und Energieaufkommens in Asset Tracking Systemen“. Im Rahmen der Vernissage wurde den TeilnehmerInnen eine Urkunde über die erfolgreiche Projektteilnahme überreicht.

Alle Learnings hinsichtlich des Themas „Führung und Motivation von Teams“ wurden zum Abschluss gemeinsam in der Studierenden-Gruppe reflektiert und diskutiert.

Mit den Digitalisierungstendenzen in der Produktion und dem gleichzeitigen Anspruch der Nachhaltigkeit geht eine Fülle an zukünftigen Herausforderungen einher; diesen konnte man mit innovativen Lösungen entgegentreten. „Die smarten Ideen und erfolgreichen Projektumsetzungen zeigen, dass unser Konzept ein wirkungsvolles ist. Die interdisziplinären Teams aus Studierenden und SchülerInnen in Kooperation mit Partnerbetrieben haben praxis-, lösungs- und zukunftsorientiert gearbeitet“, zeigt sich Franz Fidler, Studiengangsleiter des Studiengangs Smart Engineering, mit den Leistungen seiner Studierenden zufrieden. 

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