Grenzüberschreitende Exkursion nach Ungarn

Studierende vor einem Wagon der Raaberbahn

Der Master Studiengang Eisenbahn-Infrastrukturtechnik unternahm von 15. - 16.05.2015 eine Exkursion zur Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn.

Die Pflichtexkursion für die Diplomanden des Master Studiengangs Eisenbahn-Infrastrukturtechnik ist ein wichtiger Meilenstein im Abschlussjahr. Studiengangsleiter Otfried Knoll hatte die grenzüberschreitende Raab-Ödenburg-Ebenfurter Eisenbahn ausgewählt, weil die Eigentumsverhältnisse (Republik Österreich, Republik Ungarn, Strabag) und die Betriebsverhältnisse eine europäische Besonderheit darstellen.

Abwechslungsreiches Programm

Generaldirektor-Stv. Csaba Szekely, Österreicher mit ungarischen Wurzeln und seine motivierten MitarbeiterInnen hatten gemeinsam mit Otfried Knoll ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm, nach den Anforderungen des Studienplans, zusammengestellt. Katalin Szondy, Fachverantwortliche für Programmentwicklung und Innovation an der FH St. Pölten, begleitete ebenfalls interessiert die Exkursionsgruppe. Nach Fachvorträgen in der österreichischen Betriebsleitung in Wulkaprodersdorf fuhren Gastgeber und Studierende gemeinsam per Bahn rund um den Neusiedlersee auf den Strecken der Raaberbahn, der ÖBB, der Neusiedler Seebahn NSB und der Ungarischen Staatsbahn MAV nach Sopron.

Für manche zunächst verwirrend erwiesen sich die vielfältigen Eigentumsverhältnisse an der Infrastruktur dieser Strecken und damit auch die Vielfalt der technischen Regelwerke, ein Umstand, der im Studium natürlich von besonderer Bedeutung ist. In Sopron folgte noch ein Fachvortrag über den Güterverkehrsbereich und das dortige Kombiverkehrsterminal, bevor die Raaberbahn zum opulenten Abendessen einlud. Nach kurzer Nacht folgte eine Besichtigungsfahrt auf der erst vor wenigen Jahren von der MAV an die Raaberbahn übertragenen Strecke Sopron – Szombathely (Steinamanger) mit weiteren interessanten Informationen über Güterverkehrskorridore und Elektrifizierungsprojekte. Die Studierenden zeigten sich von der betrieblichen und fahrzeugtechnischen Vielfalt, die sie kennengelernt hatten, überrascht und betonten die Vielschichtigkeit der gewonnenen Erkenntnisse.

Mehrwert für Studierende

Wesentlicher Output aus Sicht des Studienganges ist das erworbene Wissen über differenziert angewendete Produktionsstrategien, Betriebsmethoden und personelle Anforderungen, wobei die Mehrsprachigkeit im österreichisch-ungarischen Grenzgebiet eine weitere Herausforderung an alle Beteiligten – insbesondere auch die Lieferanten z. B. von Fahrzeugen – darstellt.

Links

Jetzt teilen: