Innovationspreis NÖ

Petra Bohuslav (Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus und Technologie), Sabine Sommer und Johannes Pflegerl (Ilse Arlt Institut für Soziale Inklusionsforschung, FH St. Pölten), Sonja Zwazl (Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich)

Zwei Projekte der FH St. Pölten ausgezeichnet

Diese Woche wurde der Karl-Ritter-von-Ghega-Preis, der niederösterreichische Innovationspreis, vergeben. In der Kategorie „Innovationen von niederösterreichischen Forschungseinrichtungen“ erhielten zwei Projekte der Fachhochschule St. Pölten die Anerkennungsurkunde des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich: das Spiele- und Kommunikationsportal BRELOMATE und die Authentifizierungsmethode BioMe aus der IT-Sicherheitsforschung.

Online-Kartenspiel gegen Einsamkeit

Ältere Menschen sind häufiger von sozialer Isolation betroffen als jüngere. Kommunikationstechnik könnte helfen, dem entgegenzuwirken. Doch es scheitert meist an der komplexen Handhabung der Geräte. Im Projekt BRELOMATE (Breaking Loneliness with Mobile Interaction and Communication Technology for Elderly) untersucht die FH St. Pölten, wie SeniorInnen an die Technik herangeführt werden könnten, und hat einen Prototyp für Online-Schnapsen mittels Videotelefonie und Tablet entwickelt und getestet.

„Ältere Menschen waren von Anfang an in den Entwicklungsprozess eingebunden. Dies war uns sehr wichtig, um eine bedürfnisgerechte Entwicklung der Anwendung sicherzustellen“, erläutert Projektleiter Johannes Pflegerl, stellvertretender Leiter des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung der FH St. Pölten.

Die Technik entwickelten ForscherInnen des Instituts für Creative\Media/Technologies der FH St. Pölten (IC\M/T), MitarbeiterInnen des Service- und Kompetenzzentrum für Innovatives Lehren & Lernen (abgekürzt SKILL) der FH St. Pölten erstellten ein Didaktik-Konzept zum Projekt. In einem Folgeprojekt wird das Portal derzeit in Hinblick auf eine mögliche Markteinführung weiterentwickelt.

Sicher Surfen mit dem Smartphone

Die Authentifizierungsmethode „BioMe“ ist ein neues biometrische Authentifizierungsverfahren, um BenutzerInnen von Smartphones zu erkennen. Basis dafür sind bestimmte Verhaltensmuster beim Bedienen der Geräte, zum Beispiel individuelle charakteristische Bewegungen beim Wischen und Zoomen auf den Bildschirmen. Damit soll festgestellt werden, ob die BesitzerInnen ihr Smarthone benutzen oder eine nicht befugte Person. Getestet wurde dies anhand einer Telebanking-Netbanking-App, die für das Projekt programmiert wurde.

„BioMe“ wurde im Rahmen des Forschungsprojekts Smartphone Security entwickelt, das auch neue Methoden zum Erkennen von Schadsoftware entwickelt. „Malware stellt ein zunehmendes Problem bei mobilen Geräten dar. Zudem werden klassische Virenscanner in Zukunft relativ ineffizient sein. Wir erforschen daher eine für dieses Umfeld optimierte und auf das Verhalten der Schadsoftware abzielende Erkennung“, erklärt Ernst Piller, Leiter des Projekts Smartphone Security und des Instituts für IT-Sicherheitsforschung der FH St. Pölten.

Forschung und Wissensvermittlung an der FH St. Pölten

„Die neuerliche Auszeichnung von Projekten der FH St. Pölten beim niederösterreichischen Innovationspreis, zeigt die hohe Qualität der Forschung und die praktische Relevanz der Arbeiten. Im Bereich der Forschung sind wir in den letzten Jahren sowohl qualitativ als auch quantitativ kontinuierlich gewachsen. Aufgrund der erfolgreichen Entwicklung zählen wir mittlerweile zu den forschungsstärksten Fachhochschulen in Österreich“, sagt Hannes Raffaseder Prokurist und Leiter des FH-Services Wissenstransfer an der FH St. Pölten.

Die FH St. Pölten präsentiert ihre Arbeit auch immer wieder einer breiten Öffentlichkeit, etwa bei der bereits mehrmals gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Forschung und Wissenschaft organisierten European Researchers‘ Night oder der aktiven Teilnahme an der Langen Nacht der Forschung.

Niederösterreichischer Innovationspreis

Der Karl-Ritter-von-Ghega-Preis ist die wichtigste Auszeichnung für Innovationsprojekte von niederösterreichischen Unternehmen sowie für innovative Entwicklungen von Forschungseinrichtungen, organisiert von TIP (Technologie- und InnovationsPartner), dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer Niederösterreich.

Links

Das Projekt BRELOMATE (Breaking Loneliness with Mobile Interaction and Communication Technology for Elderly) wurde finanziert vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie im Rahmen des FFG-Programms benefit. Das Projekt Smartphone Security wird vom BM für Verkehr, Innovation und Technologie über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG in der Programmlinie KIRAS (Sicherheitsforschung) finanziert.

 

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