Interaktive Klang- und Videoapplikation

Der neu geschaffene Niederösterreich Raum im Landesmuseum wird mit Audio- und Videoapplikationen zu den Themen Kunst, Natur, Geschichte und Klänge der Regionen bespielt.

Insgesamt stehen den BesucherInnen des Niederösterreich Raum vier Applikationen zur Verfügung. Die Programmierung der Steuerung, Interaktion und  das Grafik- und Audiodesign übernahm ein Team des Institut für Creative\Media/Technologie der FH St. Pölten.

Die Zeitleisten zu Geschichte und Kunst

Auf einer interaktiven Zeitleiste lassen sich die bedeutendsten geschichtlichen Ereignisse Niederösterreichs erkunden. Die Ereignisse liegen visuell chronologisch angeordnet auf einem Zeitstreifen, auf dem BesucherInnen durch verschieben eines Balkens navigieren und durch Antippen eines Bildes detaillierte Informationen zum Ereignis bekommen. Die Zeitleiste zu den Kunstwerken ermöglicht außerdem eine stark vergrößerte Ansicht der jeweiligen Werke. Das ermöglicht es, die Kunstwerke in einem normalerweise kaum erfahrbaren Detailgrad zu betrachten.

Die Naturkarte

Zur Erkundung der Naturschätze und landschaftlichen Schönheiten lädt die Niederösterreichkarte ein. Neben der Erläuterung des niederösterreichischen Artenreichtums in Flora und Fauna sowie Geologie werden auch die zahlreichen Natur- und Nationalparks sowie Naturdenkmäler vorgestellt. Selbst Niederösterreich-KennerInnen entdecken hier noch unbekannte Orte und Arten und können sich über diese informieren.

Die Applikation Vier.Viertel.Rhythmus

Hier lassen sich über einen Multitouchmonitor von mehreren Personen gemeinsam Rhythmen erstellen. Der Screen wird in vier Bereiche geteilt und steht für vier SpielerInnen bzw. repräsentiert dieser die vier Viertel Niederösterreichs. Jeder/Jedem SpielerIn steht ein Stepsequenzer mit jeweils acht Schritten und zwei unterschiedlichen Geräuschen aus dem jeweiligen Viertel in Niederösterreichs zur Verfügung. Obwohl jedeR SpielerIn einen individuellen Rhythmus erstellt, fügen sich die insgesamt vier Rhythmen zu einem stimmigen Gesamtbeat zusammen. Die BesucherInnen erleben nun, wie aus (Alltags)Geräuschen aus Niederösterreich Musik gemacht wird. Dabei kommen ausgewählte klangliche Besonderheiten aus den Vierteln Niederösterreichs besonders zur Geltung. Mit jeder Spielrunde und jedem neuen Beat entsteht auch ein neuer räumlicher Eindruck.

Klang.Schatzkarte ist eine interaktive Landkarte

Auf einer interaktiven Landkarte von Niederösterreich sind bekannte Orte und Ausflugsziele mit Klangaufnahmen hinterlegt. Den BesucherInnen steht ein virtuelles „Ohr“ zur Verfügung. Dieses kann, mithilfe des Touchscreens zu einem beliebigen Ort auf der Landkarte bewegt werden. Während der Bewegung werden Klänge der „gestreiften“ Orte (z.B. Kirchenglocken) über Lautsprecher widergegeben. Aufgrund der quadrophonen Anordnung nimmt man die Klänge auch von der entsprechenden Himmelsrichtung sowie die Nähe in unterschiedlicher Lautstärke wahr.

Installierte Dialekte „Mund:Art“

Diese Audioinstallation spürt den umgangssprachlichen bzw. dialektalen Unterschieden der verschiedenen Regionen Niederösterreichs nach. Mit viel Witz zeigt sie die verschiedenen Wechselwirkungen zwischen regionaler Prägung und sprachlichen Ausdrücken auf. Die BesucherInnen können über den Touchscreen die verschiedenen Dialekte der vier Vierteln miteinander vergleichen. Mund:Art basiert auf der bereits im Klangturm 2012 & 2013 präsentierten Installation. Diese wurde für den Raum Niederösterreich adaptiert, um die Vielfältigkeit der Dialekte in den vier Vierteln aufzuzeigen und ins Bewusstsein zu rücken.

Interaktives Klangrätsel

Dabei können BesucherInnen ihre akustische Erinnerungsfähigkeit testen. Schallereignisse aus Niederösterreich werden wie bei einem Memory-Spiel aufgedeckt und dabei abgespielt. Ziel ist es, alle gleichen Klänge zu finden. Die akustische Version des Memory-Spiels ist überraschend herausfordernd wobei der spielerische Reiz dennoch nicht verloren geht.

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