International Project Week in Finnland

Posterpräsentation der Studierenden der Helsinki Metropolia University of Applied Sciences

Mag. Monika Kovarova-Simecek hält einwöchige Vorlesung zum Thema Business Ethics & Financial Reporting an der Metropolia University of Applied Sciences

Die Frage, der die Studierenden anhand von zahlreichen Fallstudien, theoretischen Ansätzen und aktuell in der Praxis gängiger Lösungen nachgegangen sind, war nur auf den ersten Blick einfach: Ist es notwendigm Grundsätze ethischen Verhaltens auf wirtschaftlicher Ebene gesetzlich zu verankern - und wenn ja, bis zu welchem Grad?

Die Studierenden haben die Entwicklung der heute nahezu selbstverständlichen Corporate Governance Berichte sowie Publizitäts- und Transparenzpflichten von Unternehmen in ihrer Entstehungsgeschichte nachvollziehen können. Zum einen haben sie sich mit dem wissenschaftlichen Diskurs rund um die Definition von Ethik und das richtige Maß an Interventionalismus im wirtschaftlichen Kontext auseinandergesetzt, zum anderen mit der schrittweisen Erhöhung der gesetzlichen Anforderungen an Unternehmen im Hinblick auf Publizität und Transparenz, die entlang von Bilanzskandalen stattgefunden hat und u.a. durch nicht vorhandene regulatorische Rahmenbedingungen für sich neu entwickelnde Wirtschaftspraktiken wie z.B. Finanzinstrumente ermöglicht wurde.

Den Abschluss der International Project Week bildete eine Posterpräsentation aller 15 Gruppen. Die Gruppe Business Ethics & Financial Reporting ging das Thema unter dem Motto "How to cook your books?" sehr aktionistisch an. Die Studierenden erarbeiteten ein Kochbuch, indem sie zeigten, welche Ingredienzien notwendig sind, um Bilanzskandale hervorzubringen. Viele Rezepte (in Form von Case Studies wie Enron, WorldCom oder Swissair) wurden mit den gleichen Zutaten gekocht: mangelnde bzw. nicht vorhandene gesetzliche Regulatorien. Dieser Ansatz fand großen Anklang unter allen Beteiligten und wurde zum Best Poster gekrönt.

Jetzt teilen: