Internationale Ausbildung im Eisenbahnwesen

Karl-Johann Hartig bei der Präsentation des Projektes Wien Hauptbahnhof

Erfolgreicher Start des neuen Jahrganges im Masterlehrgang Europäische Bahnsysteme

Im Oktober startete der Masterlehrgang Europäische Bahnsysteme, der an der FH St. Pölten, der FH Erfurt in Deutschland und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Winterthur abgehalten wird. Vergangene Woche waren die TeilnehmerInnen des Lehrgangs für ihre Ausbildung an der FH St. Pölten zu Gast.

Bedarf an Fachkräften

Durch den Aufbau transeuropäischer Eisenbahnnetze in der Europäischen Union steigt der Bedarf an Fachkräften mit länderübergreifenden Kompetenzen. Im Umfeld der europäischen Verkehrs- und Wettbewerbspolitik sind Ausbildungsinhalte wie Nachhaltigkeit in Planung und Betrieb von Bahnsystemen, Infrastruktur, Sicherungs- und Energieversorgungsanlagen sowie bei der Steuerung betrieblicher Prozesse gefragt.

Der Masterlehrgang Europäische Bahnsysteme wird dieser Nachfrage optimal gerecht. Durch Einbeziehen der drei führenden nationalen Bahnunternehmen DB, ÖBB und SBB bei der Entwicklung der Lehrgangsinhalte orientiert sich der Lehrgang in höchstem Maße am Markt. Durch sein trinationales Profil ist der Masterlehrgang Europäische Bahnsysteme einzigartig in Europa.

„Der Lehrgang vermittelt Wissen um die Planung und den Betrieb von Bahnsystemen, zu internationalen Standards, aber auch zu nationalen Unterschieden im Eisenbahnwesen“, sagt Dipl.-Ing. Otfried Knoll, Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität an der FH St. Pölten.

Stadtführung und Kaminabend

Der 2. Jahrgang des erfolgreichen Lehrganges startete im Oktober 2015 in Nürnberg, zeitgleich mit der Sponsion der ersten 20 Absolventinnen und Absolventen. Richtig zur Sache ging es vergangene Woche bei der ersten Präsenzwoche an der FH St. Pölten. Nach täglich neun Stunden Unterricht über Signaltechnik, Streckenplanung und Energieversorgung gab es auch genügend Zeit für ein interessantes Rahmenprogramm mit einer Stadtführung durch St. Pölten und einer Exkursion zu Bahnanlagen in Wien.

Ein Highlight war der Kaminabend in der „Villa“. Karl-Johann Hartig, Gesamtprojektleiter des heuer abgeschlossenen Projektes Wien Hauptbahnhof, stellte den Studierenden das Projekt und dessen Umsetzung in allen Planungs- und Bauphasen vor. Hartig beschrieb dabei anschaulich den ganzheitlichen Ansatz, in dem sowohl die Verkehrsplanung, als auch die Stadtentwicklung und die Transport-und Baulogistik die wesentlichen Pfeiler waren. Dem Vortrag folgte eine rege Diskussion in gemütlicher Atmosphäre über aktuelle Themen im internationalen Bahnwesen.

Die Präsenzphasen des Masterlehrganges finden abwechselnd an den drei Hochschulen statt, wobei an deren Beginn immer die Prüfung über den Inhalt der vorangegangenen Präsenzwoche steht. Zu Gast in St. Pölten sind die Studierenden das nächste Mal im April 2016.

In Europa einzigartiger Lehrgang

Der viersemestrige Weiterbildungslehrgang ist einzigartig in Europa und wurde in Kooperation der FH St. Pölten, der FH Erfurt (D) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften Winterthur (CH) entwickelt. Die internationale Ausrichtung bezieht sich auf länderübergreifendes Fachwissen, den Aufbau internationaler Netzwerke und die Möglichkeit beruflicher Weiterentwicklung. Durch die Kombination aus Präsenz- und Selbststudienphasen kann der Lehrgang berufsbegleitend absolviert werden.

 

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