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Internationale Vernetzung zu ICF in der Ausbildung

Das Department Gesundheit entwickelt seine Interprofessionalität und internationale Kooperation.

Internationale Vernetzung zu ICF in der Ausbildung
Copyright: FH St. Pölten / Katarina Balgavy

PatientInnenzentriertes, interprofessionelles Lehren und Lernen sind wichtige Voraussetzungen für eine optimale Gesundheitsversorgung. Daher ist das Ziel der FH St. Pölten, diese Kompetenz von Beginn des Studiums der Gesundheitsberufe bis in die praktische Berufstätigkeit zu fördern.

ERASMUS+ Wissensallianzen

Hierfür initiierte die FH St. Pölten einen Antrag bei den ERASMUS+ Wissensallianzen. Dieser wurde Ende Februar durch die niederländische Projektleitung (Hanze Universität Groningen) eingereicht. Der Antrag erfolgte in Kooperation mit Hochschulen und Praxisintitutionen aus Belgien, Deutschland, Finnland, Italien, Niederlanden und Österreich. Der Bescheid über die Einreichung wird bis August 2018 erwartet.

Anita Kidritsch, Dozentin im Bachelor Studiengang Physiotherapie, koordinierte den Anteil des Departments Gesundheit der FH St. Pölten zum Projektantrag und traf sich dazu sowohl zwei Mal mit den kooperierenden Hochschulen, als auch am 13. und 14. April mit EntwicklerInnen und ForscherInnen zum Thema ICF (= International Classification of Functioning, Disability and Health) an der Medical School Hamburg. 

3rd International Symposium on ICF Education 

Bei der Konferenz „3rd International Symposium on ICF Education“ wurden sowohl aktuelle Entwicklungen und Studien, als auch politische Entwicklungen zum Thema präsentiert und diskutiert. Die Tage vor und nach der Konferenz tagten mehrere Arbeitsgruppen der WHO. 

Anita Kidritsch nahm an der Entwicklungsgruppe der mICF-Applikation und des FunctionMapper teil, um die deutsche Übersetzung der ICF-Terminologie in Laiensprache zu unterstützen. Die mICF-Applikation soll PatientInnen ermöglichen, ihre Funktionsfähigkeit selbst zu beschreiben und Einschränkungen inkl. ihrer Ausprägungen bereits vor Therapiebeginn an ihr medizinisches Betreuungsteam zu übermitteln. Der Function Mapper ist eine dieser und ähnlichen Apps zugrunde liegende Datenbank aller ICF-Begriffe und Codes. Um die Oberfläche von Applikationen anwenderbezogen zu gestalten, sind jedem Fachbegriff alternative Formulierungen in PatientInnensprache hinterlegt. Die aktuell von Anita Kidritsch betreuten Bachelorarbeiten beschäftigen sich mit deren Anwendbarkeit bei verschiedenen PatientInnengruppen.