Internationaler Kaiserschmarren

Hochschule für angewandte Wissenschaften Augsburg

Erika Marschalek erzählt im Interview über ihre Staff Mobility Week in Augsburg.

FH St. Pölten: Was hat dich motiviert, an der International Staff Mobility Week der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Augsburg, teilzunehmen?

Erika Marschalek: Ich bin immer daran interessiert, Neues kennen zu kernen bzw. mit „fremden“ Menschen/KollegInnen in Kontakt zu treten. Außerdem gibt es an der Hochschule Augsburg bereits längere Zeit dual organisierte Studiengänge.
 
FH St. Pölten: Was ist der Zweck einer solchen Woche?
 
Erika Marschalek: Es ist faszinierend, mit KollegInnen aus verschiedenen Ländern Europas eine ganze Woche zu verbringen. Dabei werden die Englischkenntnisse aufgefrischt und Erfahrungen in den verschiedensten Bereichen ausgetauscht.
 
FH St. Pölten: Wie nützlich war das Programm der Staff Mobility Week für dein Aufgabenfeld an der FH St. Pölten?
 
Erika Marschalek: Es war spannend zu erfahren, wie dort Firmenkontakte geknüpft und gepflegt werden. Wir bekamen auch Einblick in das Elektrotechniklabor und Projekte für behinderte Menschen. Die Kollegin in Augsburg hat sich sehr bemüht, uns ein buntes Programm zu bieten. Bei einem Rundgang durch das grüne Augsburg, durften Weißwürste und Bier nicht fehlen. Ich wusste nicht, dass es möglich ist, Bier mit Bananengeschmack zu brauen.



FH St. Pölten: Welche Eindrücke hast du nach Hause mitgenommen?

Erika Marschalek: Als sehr nachhaltigen Eindruck habe ich die familienfreundliche Einstellung der Hochschule Augsburg mitgenommen. Es gibt dort einen Kindergarten, den StudentInnen und MitarbeiterInnen nutzen können. 15 Kinder im Alter von 9 Monaten bis zu 3 Jahren werden dort betreut. Die Kosten belaufen sich auf 200 Euro pro Monat. Der Rest wird von der Hochschule übernommen. Wenn sich diese Idee auch hier umsetzen ließe, könnten wir vielleicht durchaus noch zusätzlich an Attraktivität gewinnen.
 
Ein sehr netter Programmpunkt war das homestay dinner. MitarbeiterInnen der Hochschule Augsburg luden uns zu einem Dinner zu sich nach Hause ein. Für meine Zypriotische Kollegin war es durchaus beeindruckend, Rindsrouladen mit Nockerln serviert zu bekommen.
 
Und da wir grade beim Essen sind: Versuchen Sie mal total unvorbelastet zu erklären, wie Kaiserschmarren gemacht wird und wie er schmeckt. Ich habe das versucht, und meine Kolleginnen aus Estland und Zypern haben sich meine kulinarischen Ausführungen mit großen Augen angehört. Dann haben wir eine Portion bestellt und gemeinsam verspeist – einen internationalen Kaiserschmarren sozusagen.
 
FH St. Pölten: Würdest du KollegInnen empfehlen, an einer ähnlichen Fortbildungswoche teilzunehmen?

Erika Marschalek: Wenn jemand aufgeschlossen ist und keine Scheu hat, mit „fremden“ Menschen Kontakt aufzunehmen, dann ist so eine Woche eine tolle Gelegenheit, Sprachkenntnisse aufzufrischen und viele Eindrücke und Ideen mit nach Hause zu bringen. Ein bisschen offen für Neues zu sein ist natürlich schon Voraussetzung. Sonst macht es keinen Spaß und wahrscheinlich bleiben dann auch keine positiven Eindrücke, die man daheim präsentieren kann.

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