IT-Wissen für Jugendliche

IT-Wissen für Jugendliche

Security Day des Studiengangs IT Security an der FH St. Pölten

Mehr als 650 SchülerInnen aus 17 Schulen in ganz Österreich besuchten diese Woche den 12. Security Day an der FH St. Pölten und informierten sich zum Thema IT-Sicherheit. Am Programm standen Vorträge zur Macht der Computer im Alltag und zum Schutz der Privatsphäre im Internet sowie Workshops zum Erlernen und Testen praktischer Kenntnisse.

Macht der Computer

Welche Macht IT-Technik im Alltag hat, skizzierte Philipp Schaumann von der Informationsplattform „sicherheitskultur.at“ in seinem Vortrag: Computer würden immer mehr die Welt steuern.

Das müsse nicht immer so spektakulär ablaufen, wie im Film „Matrix“, wo Computer die Herrschaft übernommen haben. Aber dass automatisierte Analysen von Twitter- und Facebookpostings die Auswahl von BewerberInnen um offene Stellen entscheiden können, mehr als die Hälfte des Handels an Börsen von Maschinen abgewickelt wird und automatische Waffensysteme über den Abschuss von Raketen entscheiden, ist Schaumann zufolge längst Alltag.

Daten für Maschinen

Die Maschinen würden laufend Daten benötigen – etwa um Kaufentscheidungen von Menschen zu beeinflussen oder über Apps Gasthäuser vorschlagen zu können – selbstverständlich mit gefilterten Information, so Schaumann.

Wie man die Privatsphäre im Internet schützen kann, erfuhren die Jugendlichen bei einem weiteren Vortrag: Markus Huber, FH-Dozent an der FH St. Pölten, stellte sein Projekt „upribox – Usable Privacy Box“ vor. Die von Huber entwickelte Box verbirgt persönliche Daten beim Surfen im Internet ermöglicht so werbefreies und anonymes Surfen via WLAN. Zwei upriboxen wurden an SchülerInnen verlost.

In einem dritten Vortrag zeigte Manfred Kaiser, Junior Researcher am Josef Ressel-Zentrum für konsolidierte Erkennung gezielter Angriffe der FH St. Pölten, wie die Punktewertung bei Spielen auf Mobiltelefonen manipuliert werden kann.

Einblicke ins Studium durch Workshops

Bei Workshops boten IT-Sicherheitsexperten der FH St. Pölten den Jugendlichen Einblicke in Themen der IT-Sicherheitsforschung- und -praxis. TeilnehmerInnen ohne Vorkenntnisse konnten sich zu Sicherheitsaspekten bei iPhones, der Rolle von Internet-Suchmaschinen als Hacking-Werkzeug und praktischen Techniken zum Schutz der Privatsphäre oder zum Verstecken von Nachrichten mittels Steganografie informieren. Jugendliche mit Vorkenntnissen konnten ihr Wissen zum Evaluieren von Angriffsmethoden oder zum WLAN-Hacking vertiefen.

Berufsbegleitendes Studieren

„Die begeisterten Schüler und Schülerinnen zeigten großes Interesse für die Relevanz der Themen unserer Studiengänge: dem Bachelorstudium IT Security und dem Masterstudium Information Security. Um das Studium auch neben dem Beruf absolvieren zu können, werden wir ab dem Wintersemester 2016 das Masterstudium – so wie schon bisher den Bachelor – berufsbegleitend anbieten“, sagt Johann Haag, Leiter des Departments Informatik und Security an der FH St. Pölten.

Damit werden – vorbehaltlich der noch ausständigen Genehmigung durch die AQ Austria – neben einer Aktualisierung der Inhalte – besonders in den Bereichen Cloud Computing, Mobile Device Management und Privacy – neue Schwerpunkte durch Vertiefungsmodule für Software Security, Industrial and Infrastructure Security und IT-Management ermöglicht.

Gefragte Fachkräfte

In einer Podiumsdiskussion diskutierten die Absolventin Silvia Straihammer sowie die Absolventen Robert Luh und Erich Malzer über die Vorzüge der Studiengänge. Diese eröffneten ein weites Feld an Betätigungsmöglichkeiten und Perspektiven in der Praxis der IT-Sicherheit. Alle drei Alumni haben sowohl das Bachelorstudium IT Security wie auch das Masterstudium Information Security an der FH St. Pölten absolviert.

Dass die Chancen bei der Jobsuche gut stehen, unterstreicht auch Haag: Den jährlich 20 Absolventen und Absolventinnen aus dem Fachbereich stünden derzeit alleine in der Jobplattform der FH St. Pölten mehr als hundert offene Stellenangebote gegenüber. Der Lernerfolg der Studierenden wird an der FH St. Pölten unter anderem durch praxisorientierten Unterricht und innovative Lehrmethoden gefördert.

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