Kamingespräch zum Thema „Alles Digital! Oder was?“

(v.l.n.r.): Online-Expertin Lilian Meyer-Janzek, Hannes Raffaseder (Prokurist und Leiter Forschung und Wissenstransfer, FH St. Pölten) und Studiengangsleiter Helmut Kammerzelt.

Zweite Veranstaltung im Rahmen von „10 Jahre Studiengang Media- und Kommunikationsberatung“ der FH St. Pölten

Wie verändert die Digitalisierung die Marketing- und Kommunikationswelt? Welche Chancen und Risiken bietet sie – und wie kann Digitalisierung bestmöglich genutzt werden? Diese und viele weitere Aspekte wurden im Rahmen des zweiten Kamingesprächs anlässlich „10 Jahre Media- und Kommunikationsberatung“ der FH St. Pölten kürzlich im exklusiven Rahmen diskutiert. Als GesprächspartnerInnen konnten Media-Experte Gerhard Turcsanyi und Lilian Meyer-Janzek, Geschäftsführerin des Internet Advertising Bureau, gewonnen werden. Die Moderation des Kamingesprächs übernahm auch diesmal Herwig Stindl.

„Etablierte Medien werden weiter bestehen“

„Digitalisierung ist mehr als ein Phänomen, aber kein Heilmittel“: Mit diesen Worten eröffnete Herwig Stindl die Moderation des spannenden Dialogs zwischen Gerhard Turcsanyi und Lilian Meyer-Janzek zum Thema Digitalisierung. Für den Media-Experten Turcsanyi besitzen traditionelle Massenmedien als Werbeträger nach wie vor Berechtigung: „Aktuelle Messungen zeigen, dass die Reichweite von TV und Radio nahezu unbeeinflusst von der Digitalisierung geblieben ist, auch die Print-Nutzung ist nur leicht zurückgegangen. Die etablierten Medien besitzen einfach Eigenschaften, welche die digitalen nicht haben. Ich bin überzeugt davon, dass diese auch in den nächsten Jahren weiter bestehen werden“, so Turcsanyi. Er verweist mit seiner These auf das Rieplsche Gesetz, welches besagt, dass etablierte Nachrichtentechniken nicht verschwinden, sondern in ihrer Funktion erweitert werden.

„Big Data wird Mediaplanung verändern“

Online-Expertin Lilian Meyer-Janzek sieht in der zunehmenden Digitalisierung viele Chancen für den Bereich Mediaplanung: „Die technischen Gegebenheiten der Nachrichtentechnik haben sich völlig verändert. Kanäle wie Radio oder TV bestehen zwar weiter, werden aber digital verbreitet, wie man beispielsweise am Anstieg des Videocontents auf Facebook gut erkennen kann. Diese Entwicklungen sind für die Mediaplanung unglaublich spannend und eröffnen viele neue Möglichkeiten. Für mich geht die Reise weg von großen Messungen wie dem Radiotest oder der Media Analyse hin zur Verwendung von Daten in Echtzeit, die überall dort entstehen, wo Personen einen elektronischen Fußabdruck hinterlassen“, so die langjährige Onlinerin. Für zukünftige Planungsprozesse werde die jeweilige Nutzungssituation der Rezipientinnen und Rezipienten in den Vordergrund rücken und Devices mit einer möglichst großen Reichweite an Bedeutung zunehmen.

Austausch im exklusiven Rahmen

„Es freut mich sehr, dass wir auch für die zweite Veranstaltung unserer Kamingesprächsreihe zwei hochkarätige GesprächspartnerInnen gewinnen konnten. Die Jubiläumsreihe ‚10 Jahre Media- und Kommunikationsberatung‘ wurde mit dem Ziel ins Leben gerufen, den Fachdialog anzuregen und Kolleginnen und Kollegen einen exklusiven Rahmen zum Austausch zu bieten – das ist heute definitiv gelungen. Dafür möchte ich mich bei Gerhard Turcsanyi und Lilian Meyer-Janzek herzlich bedanken“, resümiert Helmut Kammerzelt, Studiengangsleiter Media- und Kommunikationsberatung und Initiator der Kamingesprächsreihe.

Rückblick: Erstes Kamingespräch zum Thema apparative Marktforschung

Den Auftakt der Kamingesprächsreihe machte Ende März eine Veranstaltung zum Thema apparative Mediaforschung. Über dieses spannende Thema diskutierten Johanna Grüblbauer, stellvertretende Institutsleiterin des Instituts für Medienwirtschaft und Leiterin des Usability- und Beratungslabors des Departments Medien und Wirtschaft an der FH St. Pölten, und Media-Experte Gerhard Turcsanyi.
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Mit freundlicher Unterstützung von Forum Media Planung.

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