Konferenz zur digitalen Datenbewirtschaftung

Tassilo Pellegrini, FH-Dozent an der FH St. Pölten und Mitorganisator der Konferenz

Zwischen Big Data, Artificial Intelligence und semantischen Systemen: Nachbericht zur SEMANTiCS-Konferenz 2018

Heutzutage ist fast alles im Digitalen messbar, weshalb umfangreiche Daten und Informationen zur Verfügung stehen. Doch die wenigsten Unternehmen haben eine Daten- und Informationsstrategie. Die SEMANTiCS 2018, die internationale Konferenz zu den Themen Big Data, Artificial Intelligence und semantische Systeme, widmete sich vom 10. bis 13. September im Hilton Waterfront Conference Hotel in Wien dem State-of-the-Art der digitalen Datenbewirtschaftung und führte Hightech-Forschung und Wirtschaft zusammen.

Einer der Schwerpunkte der diesjährigen SEMANTiCS, die von der FH St. Pölten mitorganisiert wurde, war die Implementierung der Megatrends rund um Smart Data in Unternehmensprozesse. Denn: Vielen Entscheiderinnen und Entscheidern ist derzeit noch unklar, womit und wie sie beginnen sollen, Daten innerhalb und außerhalb ihrer Unternehmen zu nutzen. 

Profitieren von Smart Data und künstlicher Intelligenz

Im Rahmen der Konferenz wurden in Vorträgen und Workshops zahlreiche Implementierungsprojekte vorgestellt, um zu zeigen, wie genau Entscheiderinnen und Entscheider von Smart Data – dem Zusammenwachsen von Machine Learning und semantischen Technologien – profitieren können. Themen waren unter anderen Nutzen und Grenzen von Machine Learning im Unternehmen, die Rolle von Wissensgraphen und neuronalen Netzen für das Informationsmanagement und die agile Datenintegration sowie Nutzen und Grenzen von Smart Data für Prozessoptimierung, Kundenerfahrungsmanagement und Innovation. 

In Vorträgen, Workshops und Community-Events konnten die TeilnehmerInnen mit internationalen Hightech-Expertinnen und -Experten über die Zukunft von Smart Data und künstlicher Intelligenz diskutieren. Für die fünf Keynotes gewannen die Organisatoren renommierte Expertinnen und Experten aus den USA und Europa, u. a. den Historiker Daniel Rosenberg von der Universität Oregon, die Web-Expertin Elena Simperl von der Universität Southampton oder Allan Morrison, Bereichsleiter für Emerging Technologies bei Pricewaterhouse-Coopers USA.

„Die Bedeutung von Daten für den Geschäftserfolg ist mittlerweile unumstritten. Doch Datenanalystinnen und -analysten müssen Daten Leben und Bedeutung einhauchen, wenn sie sie aus diversen Datenbanken ziehen. Viele Unternehmen haben es bisher leider verabsäumt, eine systematische Grundlage für die agile Datenweiterverarbeitung zu schaffen“, so Tassilo Pellegrini, FH-Dozent am Department Medien und Wirtschaft der Fachhochschule St. Pölten und Mitorganisator der Konferenz. „Bei der SEMANTiCS 2018 haben wir Expertinnen und Experten aus Forschung und Wirtschaft zusammengebracht, um aktuelle Entwicklungen in diesem Bereich zu diskutieren und voneinander zu profitieren.“

2019 findet die SEMANTiCS von 10. bis 11. September in Kooperation mit dem Karlsruhe Institute of Technology, der Universität Amsterdam, der Universität Leipzig und der Semantic Web Company in Karlsruhe statt.

Über die SEMANTiCS-Konferenz

Gegründet im Jahr 2005 thematisiert die SEMANTiCS-Konferenz aktuelle Entwicklungen und Perspektiven des Einsatzes semantischer Systeme. Dabei handelt es sich um Technologien zur automatischen Verarbeitung von Bedeutung, eine wichtige Grundlage für künstliche Intelligenz und smarte Systeme. Die Konferenz spricht EntscheiderInnen aus Industrie und Verwaltung sowie EntwicklerInnen, ForscherInnen und IT-BeraterInnen an. Unter dem Motto ‘Transfer / Engineering / Community’ wird im Rahmen zahlreicher Vorträge, Workshops und Diskussionsrunden beleuchtet, welche konkreten Anwendungen in unterschiedlichen Branchen mittels semantischer Technologien bereits realisiert werden bzw. zukünftig zum Einsatz kommen. Die SEMANTiCS-Konferenz wird getragen durch ein internationales Konsortium aus Wissenschaft und Wirtschaft. Die diesjährige Veranstaltung wurde gemeinschaftlich organisiert durch die Semantic Web Company, die Technische Universität Wien, die Universität Leipzig und die FH St. Pölten.

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