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Lösungen gegen die Regelungswut

Am 2. April 2019 war Otfried Knoll zur ÖVG-Veranstaltung "Lösungen gegen die Regelungswut III: Chancen für Regionalbahnen" als Vortragender eingeladen

Die Österreichische Verkehrswissenschaftliche Gesellschaft ÖVG hat vor zwei Jahren ein Vortrags- und Diskussionsforum eingerichtet, das sich mit der zunehmenden „Regelungswut“ befasst. In zahlreichen Veranstaltungen mit hoher TeilnehmerInnenzahl wurden bisher Themenbereiche wie z. B. Eisenbahnkreuzungen, Ausbildungswesen und Regionalbahnen behandelt.

Diskussionsumfang „Regelungswut“

Schienenbahnen (Eisenbahnen, Straßenbahnen, U-Bahnen) unterliegen seit jeher strengen Regeln und öffentlicher Aufsicht. Im Unterschied zum Straßenverkehr wird die Einhaltung aller Regeln seit Anbeginn rigoros überwacht und Verstöße werden streng geahndet, weshalb Schienenbahnen als besonders sichere Verkehrsmittel gelten.

Die Sinnhaftigkeit von durchdachten Regelungen steht daher außer Zweifel, ebenso deren laufende Anpassung an sich ändernde Gegebenheiten. Zu diskutieren ist vielmehr die Frage, wieviel wofür notwendig ist. Denn mit der Öffnung der Schienennetze haben Zugangsvoraussetzungen und Sicherheits-Managementsysteme einen Umfang angenommen, dessen lückenlose Einhaltung für kleinere Unternehmen eine beträchtliche Herausforderung darstellt. Diese Anforderungen auch im Regionalverkehr zum Maßstab zu machen, wird vielfach kritisiert.

Innovative Lösungen

Bei der diesjährigen Veranstaltung war Departmentleiter Otfried Knoll vom Department Bahntechnologie und Mobilität bereits zum dritten Mal als Vortragender und Diskussionsteilnehmer, diesmal sogar in zwei Panels, im Notarion in Wien eingeladen. Seine Kernbotschaft war an diesem Tag: Wenn der mehr oder weniger unbestrittene gesellschaftspolitische Auftrag „Shift to Rail“ umgesetzt werden soll, muss sich der Fokus verstärkt auf die Stadt-Umland-Regionen richten. Denn dort ist parallel zum rasanten Bevölkerungswachstum ein stark steigendes Interesse an modernen, siedlungsnahen Schienenverkehrslösungen festzustellen.

Bahnen, die dieser Nachfrage entsprechen können, gelten zur Zeit noch als unkonventionell oder „nicht machbar“, Finanzierungsmodelle gibt es hierfür noch nicht. Als Schlüssel zu notwendiger Innovation sollte deshalb auch ein modernes Regelwerk aufgefasst werden, das Spielraum für bauliche, betriebliche und technische Lösungen bietet, die sich am genannten Ziel orientieren und auch für mittelständische Unternehmen einen Anreiz bieten, sich für Ausbau und Betrieb bürgernaher Schienenverkehrssysteme zu engagieren.

Die Zukunft der Mobilität liegt in state-of-the-art-organisierten, komfortablen und die Vorteile der Digitalisierung nutzenden intermodalen Verkehrssystemen, in denen die Regionalbahnen einen wichtigen Platz einnehmen.

Bahntechnologie-Studium

In den Studiengängen des Departments Bahntechnologie und Mobilität wird auf diese Herausforderungen gezielt eingegangen. Die Gesamtsicht auf das System Schiene reicht dabei von fundierter technisch-betrieblicher Ausbildung über Fremdsprachenkompetenz bis zu Management-Skills, die für Führungspositionen essenziell sind.

Im April und Mai 2019 finden an der FH St. Pölten zwei info.termine zu den Studiengängen statt.

Eine Bewerbung zum Bachelor Studiengang Bahntechnologie und Mobilität und zum Master Studiengang Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen ist jetzt möglich.

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FH-Prof. Dipl.-Ing. Knoll Otfried, EURAIL-Ing.

FH-Prof. Dipl.-Ing. Otfried Knoll, EURAIL-Ing.

Departmentleiter Studiengangsleiter Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen (MA) Studiengangsleiter Bahntechnologie und Mobilität (BA) Lehrgangsleiter PT Domain Excellence Programm Standortkoordinator Lehrgang Europäische Bahnsysteme (MA) Department Bahntechnologie und Mobilität