Marketing-Natives-Event

Neues Marketing Natives Board: Christoph Brenner (Student Media- und Kommunikationsberatung), Benedikt Secker, Stephan Häusler, Marielies Kreuzig, Julissa Iraschek, Marie Liebhart und Saskja Lodemann

Von der Kunst, Geschichten zu erzählen

Die Marketing Natives (powered by DMVÖ), die Nachwuchsplattform für junge Marketing-ExpertInnen, luden vergangene Woche zum Event „Let your brand be the story“. Es diskutierten

  • Johanna Kriks (CEO textlust, Regisseurin, Videoproduzentin und Lektorin der FH St. Pölten),
  • Martin Bredl (Managing Partner Take Off PR),
  • Sabrina Oswald (Managing Partner Futura) und
  • Andreas Tatzreiter (COO Warda Network)

im Großen Festsaal der Universität Wien vor ca. 350 Besucherinnen und Besuchern über die Möglichkeiten des Storytellings. Organisiert wurde die Veranstaltung in Kooperation mit dem Studiengang Media- und Kommunikationsberatung der FH St. Pölten.

Wie aus einer Marke eine unvergessliche Story wird

Geschichten zu erzählen, ist eine Kunst. Um diese Kunst in der Praxis zu erproben, erhielt jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer des Events gleich zu Beginn eine spezielle Anleitung, um Storytelling noch beim Event selbst umzusetzen. Nach der kurzen Vorstellung der neuen Marketing Natives Board Members konnten die rund 350 BesucherInnen aus der Praxiserfahrung der vier Storyteller und Speaker des Abends lernen, die beschrieben, wie aus einer Marke eine unvergessliche Story wird.

„Menschen lieben Geschichten – aber wie erzählt man eine gute Geschichte?“

Als erste Vortragende des Abends hob Johanna Kriks hervor, dass gutes Storytelling aus den drei Zutaten Talent, ein bisschen Magie und erlerntem Handwerk besteht. In Letzteres gab Kriks anhand der klassischen Heldensage Odysseus Einblick und zeigte daran, was eine gute Geschichte ausmacht. So müsse eine Geschichte leicht wiederzugeben sein, brauche einen Helden, ein Ziel sowie ein Hindernis und habe einen Mentor – bei dem es sich im Marketing um das Produkt oder die Dienstleistung handelt – der dem Helden hilft. Last but not least hat gutes Storytelling eine wahre Kernaussage. Zu diesen sieben Kriterien für gutes Storytelling präsentierte Kriks Praxisbeispiele von besonders gelungenen Umsetzungen des Geschichtenerzählens.

„Wir sind Obi-Wan Kenobi“

Es folgte der Vortrag von Martin Bredl, der anhand einer Geschichte verdeutlichte, wie wichtig Storytelling ist. Er hob hervor, dass LeserInnen beim Geschichten-Lesen „gescheiter“ werden müssen und griff die Heldenassoziation von Kriks auf. Er betonte, dass in der Geschichte immer der Kunde der Held sei. Wer gutes Marketing mache, sei nie der Held, sondern der Mentor, wie etwa der legendäre Star Wars Jedi-Meister Obi-Wan Kenobi.

„Wir haben viel Information da draußen“

Sabrina Oswald  hob die Masse an Information hervor, die durch die soziale Verknüpfung entstanden ist, wodurch aber auch gesteigerte Möglichkeiten entstanden sind. Durch diese schwer zu verarbeitende Menge müsse man emotionale Codes schneller senden, um die Menschen mit dem Produkt zu verbinden. Storytelling biete diesen emotionalen Kern, jedoch brauche jede gute Geschichte einen Konflikt. Auch Oswald hob die Wichtigkeit eines Helden hervor. Zusätzlich zu Rolle und Ziel sehe sie aber eine besondere Bedeutung im Konflikt, der dafür sorge, dass dem Zuschauer oder der Zuschauerin das Thema nahegeht.

“Don’t act like Hollywood”

Andreas Tatzreiter betonte gleich zu Beginn seines Vortrags, dass Fakten uninteressant, aber Geschichten spannend seien. Wir würden uns Geschichten erzählen, weil wir müssten. Es sei in unserer DNA, in unseren Genen und in unserem Blut. Heute befinde man sich im digitalen Daumenkino: das Smartphone als Leitmedium entscheide darüber, ob man eine Story wahrnimmt oder nicht – die Letztauswahl treffe unser Daumen.

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