Master Information Security jetzt berufsbegleitend

Studiengangsleiter Paul Tavolato

Der Studiengangsleiter Paul Tavolato stellt das neu strukturierte und aktualisierte Master Studium mit Vertiefungsmodulen vor

Ab dem Wintersemester 2016 kann das Masterstudium Information Security – vorbehaltlich der Genehmigung durch die AQ Austria – berufsbegleitend studiert werden. Neben einer Aktualisierung der Inhalte – besonders in den Bereichen Cloud Computing, Mobile Device Management und Privacy –  werden im Studiengang neue Schwerpunkte durch Vertiefungsmodule für Software Security, Industrial and Infrastructure Security und IT-Management ermöglicht.

Neuer Studiengangsleiter

Der Studiengangsleiter Paul Tavolato promovierte als Informatiker an der TU Wien und ist nach Tätigkeiten an der TU Wien und in der Privatwirtschaft im Jahr 2010 als FH-Dozent an die Fachhochschule St. Pölten gekommen. Seine Lehrtätigkeit in den Studiengängen IT Security und Information Security betrifft die Bereiche sichere Software-Entwicklung, Datenbanksysteme und theoretische Informatik. Daneben ist er am Institut für IT-Sicherheitsforschung der Fachhochschule St. Pölten an verschiedenen Forschungsprojekten maßgeblich beteiligt:

Im Projekt „MalwareDef – Malware Erkennung über formale Beschreibung des Verhaltens“ wurden Methoden der syntaktischen Mustererkennung verwendet, um bösartiges Verhalten von Software zu definieren und zu erkennen. Im Gegensatz zu herkömmlichen, signaturbasierten Antiviren-Programmen kann mit verhaltensbasierten Methoden auch das Auftreten neuartiger, bislang unbekannter Schadsoftware erkannt werden.

Im Projekt „Smart Meter IDS – Intrusion Detection in einer Smart Metering Infrastruktur“ werden Möglichkeiten zur laufenden Überwachung von Smart Meter Netzwerken erforscht, um die Sicherheit beim Betrieb moderner Stromnetze zu erhöhen.

Im Projekt „CPS Security – Verhaltensbasierte Anomalie-Erkennung in Cyber-Physischen Systemen“ geht es um Anomalie-Erkennung in Systemen, bei denen IKT-Technologien eng mit herkömmlichen Technologien integriert sind. Das spielt insbesondere in Systemen eine große Rolle, die mit dem Schlagwort „Industrie 4.0“ beschrieben werden.

Neue Struktur im Masterstudium Information Security

Die wesentlichen Änderungen im Master Studium Information Security betreffen – neben einer Aktualisierung der Inhalte – die Erleichterung des Einstiegs von Studierenden, die ein Informatik-Bachelorstudium ohne spezifischen Security-Schwerpunkt absolviert haben und die Einführung von Vertiefungen. Im ersten Fall wird der Einstieg ins Studium von AbsolventInnen eines Informatik-Bachelor Studiums durch die Einführung von Ausgleichsmodulen ermöglicht. Im zweiten können Studierende künftig aus drei Vertiefungsrichtungen wählen: Software Security, Industrial and Infrastructure Security und IT-Management.

Software Security umfasst die Problematik der Software-Schwachstellen auf allen Ebenen. Von der Code-Analyse (Reverse Engineering) über Methoden der Entwicklung sicherer Software (secure und safe) bis zur Integration häufig eingesetzter Standardsoftware.

Die Vertiefungsrichtung Industrial and Infrastructure Security fokussiert auf den Betrieb sicherer IT Infrastrukturen mit einem speziellen Schwerpunkt auf der Sicherheit von Industrieanlagen.

In der Vertiefung IT Management werden die Studierenden auf Managementaufgaben im IT Bereich vorbereitet: Sicherheitsmanagement und IT Management sind heute untrennbar miteinander verwoben; daher werden viele Managementfunktionen im Bereich der IT zunehmend mit IT SicherheitsexpertInnen besetzt.

Weitere Informationen

Projekt „MalwareDef – Malware Erkennung über formale Beschreibung des Verhaltens“

Das Projekt wurde von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Zuge des Sicherheitsforschungsprogramms KIRAS aus Mitteln des BMVIT gefördert. Kooperationspartner im Projekt sind die Firma Ikarus Sicherheitssoftware GmbH, das Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport und das Bundesministerium für Inneres.

Projekt „Smart Meter IDS – Intrusion Detection in einer Smart Metering Infrastruktur“

Das Projekt wurde von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Zuge des Forschungsprogramms e!Mission aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert. Kooperationspartner im Projekt sind die Firmen Wels Strom GmbH und Elektrizitätswerke Wels AG.

Projekt „CPS Security – Verhaltensbasierte Anomalie-Erkennung in Cyber-Physischen Systemen“

Das Projekt wurde von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG im Zuge des Sicherheitsforschungsprogramms KIRAS aus Mitteln des BMVIT gefördert. Kooperationspartner im Projekt sind die Firma SEC Consult Unternehmensberatung GmbH und das Bundesministerium für Inneres.

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