Mit VR-Brille 3D-Modelle begehen

Mit der Erstellung einer Virtual-Reality-Anwendung wurden 3D-Modelle begehbar.

Virtual Reality (VR) ermöglicht, eine reale oder geplante Umgebung virtuell darzustellen. Damit bietet sich die Möglichkeit, eine Umgebung zu begehen, zu der man keinen (physischen) Zugang hat oder man kann diese schon ausprobieren, bevor sie noch entstanden ist. An der FH St. Pölten werden am Institut für Creative\Media/Technology verschiedene Einsatzmöglichkeiten einer Virtual Reality-Brille getestet.

VR-Brille führt in Modellhäuser

Im konkreten Fall sollten 3D-Modelle von Häusern begehbar gemacht werden. Mittels eine VR-Brille wurden die Modelle in eine reale Umgebung gebaut. Somit wurde realitätsnah erprobt, wie sie sich in die Umgebung einfügen und konnten auch begangen werden.

Im Vorfeld wurden von den Hausmodellen sämtliche Daten und Informationen wie Material, Wandstärke, Bauteile und noch vieles mehr von diversen Planungsprogrammen zusammen getragen und in OPEN BIM konvertiert. Somit konnte auf alle Daten und Informationen einheitlich zugegriffen werden.

Möglichkeiten in der Virtual Reality

Mit der VR-Brille wurden die verschiedenen Anforderungen sowie Daten und Informationen umgesetzt. Damit entsteht die Möglichkeit, äußerst authentisch zu überprüfen und auch durchzutesten, ob es Fehler oder Mängel gibt. Noch vor Baubeginn hat man nun die Möglichkeit herauszufinden, ob sich z. B. eine andere Lösung, Bauweise oder Energieform als effektiver oder praktischer erweist.

Im Workshop mit allen Beteiligten

In einem Workshop der FH St. Pölten beim ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster trafen verschiedene PlanerInnen aufeinander: Architektinnen und Fensterplaner, Raumdesigner und Bauarbeiterinnen. Sie konnten mit der Virtual Reality Brille mehrere Modellhäuser begehen und auf Mängel aufmerksam machen. Da sich alle Beteiligten in der selben Umgebung befinden und denselben Informationsstand haben, können diese sich einfach austauschen und Verbesserungen noch vor der Umsetzung, also vor Baubeginn, vorschlagen bzw. auf Mängel hinweisen.

Beim Cluster ecoplus Bau.Energie.Umwelt verschreibt man sich dem nachhaltigen Bauen in Niederösterreich. Mit der VR-Brille können hier Planungs- und Umsetzungsfehler sehr einfach erkannt werden, was zu einer nachhaltigen Bauweise beiträgt.

Praktischer Nutzen

Schon in der Planungsphase kann ein Gebäude virtuell begangen werden, die Baubesprechungen werden ins virtuelle Gebäude verlegt. Es entsteht die Möglichkeit, virtuell verschiedene Baumaterialien auszutesten und miteinander zu vergleichen. Ein virtueller Rollstuhl erlaubt es, die Barrierefreiheit durchzutesten.

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Dr. Thomas Moser

Dr. Thomas Moser

Forschungsgruppenleiter
Forschungsgruppe Digital Technologies
Senior Researcher Industrie 4.0 Smart Engineering (BA)
Department Medien und Digitale Technologien