Monika Kovarova-Simecek bei der Media Trends 2015

Von 10. bis 12.09.2015 fand die 6. Media Trends Konferenz der Webster University in Wien statt. Die FH St. Pölten war mit einem Vortrag vertreten.

Im Zentrum der diesjährigen Konferenz standen unter dem Motto „Power and Media: Ownership – Sponsorship – Censorship“ Machtfaktoren, die auf Medien starken Einfluss ausüben und so die Meinung und Wahrnehmung von Öffentlichkeiten formen. Insbesondere die Eigentumskonzentration in der Medienbranche, der Einfluss von (in Medien werbenden) Unternehmen und die staatliche Zensur wurden als Einflussfaktoren aus internationalen Blickwinkeln analysiert. Aber auch die sozio-kulturelle Prägung von Journalisten und Journalistinnen, aus der heraus sie über Ereignisse wie z. B. die Nuklearkatastrophe von Fukushima berichten, wurde beleuchtet. In diesem Kontext wurde auch die Frage nach den erforderlichen Rahmenbedingungen diskutiert, damit kritischer Journalismus gewährleistet wird und positive Wirkung entfalten kann.

Vortrag: „Financial illiteracy as an supportive aspect of the failure of financial journalism“

Monika Kovarova-Simecek thematisierte in ihrem Vortrag „Financial illiteracy as an supportive aspect of the failure of financial journalism“, einen bisher in der Forschung unterbeleuchteten und vor dem Hintergrund der vermeintlich durch einen Finanzjournalisten ausgelösten Finanzkrise in China höchst aktuellen Aspekt der Finanzkommunikation.

Die Kritik an Finanzjournalisten ist nicht neu. Seit dem 19. Jahrhundert steht der Finanzjournalismus immer wieder als erklärter Auslöser von Finanz- und Wirtschaftskrisen im Fokus des öffentlichen und wissenschaftlichen Diskurses. Die Forschung beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit den Kritikhintergründen, den Erwartungen an und den Rahmenbedingungen für einen effektiven Finanzjournalismus. Bislang wenig beleuchtet blieb im Rahmen der Kritikforschung jedoch jene Schnittstelle, an der Finanznachrichten erst ihre Wirkung entfalten können, nämlich die Empfängerseite von Finanznachrichten. Dies ist aber in Anbetracht der steigenden Zahlen privater Anleger, die neben professionellen Investoren an Finanzberichterstattung interessiert sind, höchst relevant. Hier setzt Monika Kovarova-Simecek mit ihrer Forschung an und geht der Frage nach, inwieweit Finanznachrichten in der aktuellen Form das nicht-professionelle Publikum erreichen und welche Maßnahmen an dieser Stelle gesetzt werden können, damit Finanzjournalismus wirken kann.

Über Monika Kovarova-Simecek

Monika Kovarova-Simecek beschäftigt sich im Rahmen ihrer Wirtschafts- und Finanzkommunikationsforschung insbesondere mit financial literacy sowie der historischen Entwicklung der Finanzkommunikation und des Finanzjournalismus.

 

 

 

 

 

 

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