Nahezu grenzenloses Online Marketing

Rainer Will, Geschäftsführer des Handelsverbands

Nachgefragt bei Rainer Will

Harald Rametsteiner (Leiter des Masterlehrgangs Digital Marketing) im Gespräch mit Rainer Will (Geschäftsführer des Handelsverbands):

Wie schätzen Sie die Entwicklung von Online Marketing in Österreich ein?

Die digitale Transformation verändert die Art und Weise, wie wir leben, arbeiten, einkaufen – einfach alles. Der Handel ist besonders stark davon betroffen, wenngleich wir das technologische Potenzial derzeit noch viel zu wenig ausschöpfen. Insofern wird die Relevanz von Digital Marketing auch in Österreich in den kommenden Jahren stark zunehmen, insbesondere in Verbindung mit der steigenden Bedeutung von Kundendaten und Algorithmen. Daten gelten zurecht als DER Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Die Kompetenz, aus einer Unmenge an Daten relevante Muster abzuleiten und diese in innovative Digital Marketing Maßnahmen zu übersetzen, entscheidet künftig über Erfolg und Misserfolg eines Unternehmens.

Welchen Stellenwert hat Ausbildung und Weiterbildung in diesem Bereich?

Der Faktor Bildung ist ganz entscheidend, immerhin sind schlaue Köpfe in unserer Informationsgesellschaft die wichtigste Währung. Leider hinkt Österreich im internationalen Vergleich hinterher, wenn es etwa um die Entwicklung sowie Umsetzung innovativer digitaler Lösungen geht. Wir brauchen sowohl mehr Spitze als auch mehr Breite in der Bildungsqualität – von der Elementarbildung bis zu den Hochschulen. Der Bedarf an Fachkräften und Expertinnen sowie Experten in diesen Bereichen wird in den nächsten Jahren auch in Österreich weiter zunehmen, umso wichtiger sind entsprechende Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten. E-Commerce und S-Commerce (Smartphone-Shopping) sind jedenfalls absolute Wachstumstreiber, das zeigen sämtliche Studien auf diesem Gebiet.

Wie beurteilen Sie das Konzept des neuen Lehrgangs Digital Marketing der FH St. Pölten?

Aus meiner Sicht bietet das neue Lehrgangskonzept der FH St. Pölten eine extrem spannende Mischung aus Theorie und Praxis, welche die Grundlage für den späteren beruflichen Erfolg der Absolventinnen und Absolventen liefert. Sämtliche aktuellen Trends werden abgedeckt – von Content Marketing, Storytelling und Mediaplanung über SEO/SEA, Customer Journey Analysen und CX-Optimierung bis hin zu Mobile & Social Media Marketing. Entscheidend ist überdies, dass die Lektorinnen und Lektoren sowohl über ausgezeichnete didaktische Fähigkeiten als auch über echtes ExpertInnenwissen verfügen. Beides hat die FH St. Pölten bzw. Lehrgangsleiter Harald Rametsteiner sichergestellt.

Welche Karrieremöglichkeiten gibt es im Online Marketing?

Als Absolventin/Absolvent dieses neuen Lehrgangs stehen einem im E-Commerce- bzw. Digital Marketing Bereich alle Türen offen – nicht nur in Österreich, auch international. Die FH St. Pölten genießt hier völlig zurecht einen sehr guten Ruf und viele Unternehmen suchen derzeit händeringend nach talentierten, top-ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in diesem Bereich. Die Palette an Karrieremöglichkeiten umfasst u. a. Social Media Marketing, Suchmaschinenoptimierung, Website-/Webshop-Betreuung, CRM- und Datenverwaltung, Marketing Automation, Customer Loyalty – sei es B2B oder B2C, sei es im Angestelltenverhältnis bei einem etablierten Handelsunternehmen bzw. einer Marketing-Agentur, oder auch in der Selbständigkeit. Die Möglichkeiten sind heute fast grenzenlos, es braucht lediglich Mut, konsequent den eigenen Weg zu gehen.

Gibt es für Sie als Digital Marketing Experte ein aktuell ganz hilfreiches Tool zu Digital Marketing, welches empfohlen werden kann?

Zum einen kann ich Omnichannel-, Digital Marketing-, bzw. Technologie-Blogs wie bjoerntantau.com, t3n.de, derbrutkasten.com, digibusters.com oder trendone.com sehr empfehlen, um ständig auf dem Laufenden zu bleiben und keine Innovation zu verpassen. Zum anderen empfehle ich interessierten Studierenden die Teilnahme an möglichst vielen Marketing-Konferenzen, Messen und Branchenkongressen. Nicht nur wegen der meist spannenden Key Notes und Deep Dives, sondern auch aufgrund der Möglichkeit, sich mit Kolleginnen und Kollegen zu vernetzen und auszutauschen. 

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