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Neue Ausgabe von SUMO zu Medienförderung

Präsentation des studentischen Medien-Fachmagazins im Rahmen eines Release-Events mit Podiumsdiskussion

Neue Ausgabe von SUMO zu Medienförderung
Das Redaktionsteam der 29. Ausgabe von SUMO.

Studierende des Bachelor Studiengangs Medienmanagement an der FH St. Pölten präsentierten kürzlich die neueste und insgesamt 29. Ausgabe des Medien-Fachmagazins SUMO, das sich diesmal dem viel diskutierten Thema der Presse- und Medienförderung widmet. Den Rahmen für den Release bildete eine spannende Podiumsdiskussion mit Florian Skrabal, Gründer und Chefredakteur der investigativen Online-Plattform DOSSIER.

Nach tiefgehenden Recherchen und zahlreichen Gesprächen mit Expertinnen und Experten entstanden unter anderem eine Analyse europäischer Fördermodelle, ein historischer Abriss der österreichischen Zeitungsförderung, aber auch Beiträge zur Förderung von Buch und Kino sowie kommerziellem und nicht-kommerziellem Rundfunk. Wie in den vergangenen Ausgaben besteht SUMO aus verschiedenen Interviews – in der aktuellen Ausgabe etwa mit dem Schweizer Medienpolitik-Experten Manuel Puppis, mit Josef Seethaler, Leiter der Forschungsgruppe „Media, Politics & Democracy“ an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, dem Medienhistoriker Fritz Hausjell, Claudia Schreiner von der RTR, aber auch renommierten Medienmanagerinnen und -managern wie Ralph Meier-Tanos („88,6“) oder Journalistinnen und Journalisten wie Paul Vecsei („Wiener Zeitung“).

Podiumsdiskussion: „Qualitätssicherung und mehr Transparenz nötig“

Präsentiert wurde die neue SUMO-Ausgabe im Rahmen eines Release-Events mit Florian Skrabal, Chefredakteur von DOSSIER, einer Online-Plattform für Investigativ- und Datenjournalismus. Er gab bei einer Podiumsdiskussion auf spannende Weise Einblicke in die Arbeit seines Teams, das zuletzt Inseratenvolumina österreichischer Parteien und Ministerien in Tageszeitungen während des Wahlkampfs auswertete. Vor der Nationalratswahl schalteten die Ministerien in den untersuchten Zeitungen laut Skrabal Inserate mit einem Bruttowerbewert von knapp 1,7 Mio. – dreimal so viel wie die Parteien. Dass man auf die erbrachten Leistungen verweise, sei laut Skrabal legitim, jedoch lasse sich der Informationswert vielfach anzweifeln. Und dass die österreichische Regierung gleich viel wie die deutsche für Anzeigen ausgebe, sei absurd: „Die ÖsterreicherInnen werden dadurch ja nicht zehnmal informierter“, spielte der Aufdeckungsjournalist auf die Einwohnerzahlen beider Staaten an. Sein Plädoyer in puncto „Presseförderung neu“? Fokus auf Qualitätssicherung bei der offiziellen Subventionsschiene und mehr Transparenz bei indirekten Förderungen durch Inserate.

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