NÖN-Leopoldpreis für Projekt Railcheck

Das Siegerteam des Projektes Railcheck mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Am 6. November wurde der NÖN-Leopoldpreis der Kategorie „Unsere Zukunft“ zum zweiten Mal an ein Projekt von FH St. Pölten und PTS Mistelbach vergeben.

Das ausgezeichnete Projekt Railcheck wurde von der Polytechnischen Schule (PTS) Mistelbach gemeinsam mit dem Department Bahntechnologie und Mobilität der FH St. Pölten im Rahmen der Science Fair Niederösterreich umgesetzt. Die Projektgruppe der PTS Mistelbach, Fachbereich Smart Techtronics entwickelte gemeinsam mit dem Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilität ein Infrastruktur-integriertes Schienenbruch-Detektionssystem. Die Betreuung erfolgte durch Klemens Hofer von der PTS Mistelbach und Hirut Grossberger/Martin Kalteis von der FH St. Pölten.

Herausforderung: Detektion von Schienenbrüchen

Durch u. a. Materialermüdung kommt es in Schienennetzen zu sogenannten Schienenbrüchen. Diese Bruchstellen stellen ein hohes Gefährdungspotential für Mensch und Rollmaterial dar. Besonders wichtig ist es, im Schienennetz proaktiv Stellen mit Schienenbrüchen ausfindig machen zu können. Dies ist ein essentieller Sicherheitsvorteil bzw. Zeitvorsprung, um mögliche Zugsunglücke zu verhindern. Ein infrastrukturintegriertes System zur Erfassung von Schienenbrüchen sowie die Detektion von Schienendefekten, auch wenn die Schienen noch nicht vollständig durchbrochen sind, ist notwendig, um die Information für entsprechende Maßnahmen übertragen zu können. Die FH St. Pölten hat die Projektgruppe der PTS Mistelbach mit bautechnisch-wissenschaftlichen Grundlagen zu Schienenbrüchen unterstützt. An einem Exkursionstag im raiLAB an der FH St. Pölten konnten sich die Schüler darüber hinaus am Loksimulator mit den fahrdynamischen Rahmenbedingungen, wie langen Bremswegen, vertraut machen. Eine Dokumentation der Projektarbeit und deren Ergebnisse zeigt das Projektvideo der PTS Mistelbach.

NÖN-Leopold

Der NÖN-Leopold-Preis wurde heuer zum 18. Mal in sechs Kategorien (Courage, Engagement, Kultur, Sport, Wirtschaft, Unsere Zukunft) vergeben. Prominente Preisträger sind 2017 u. a. die Fünfkämpferin Ivona Dadic und die Flughafen Wien Vorstände Günther Ofner und Julian Jäger. Im Rahmen einer feierlichen Gala wurden die Preise von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner an die GewinnerInnen überreicht.

Die Projektbetreuerin Hirut Grossberger freut sich über diesen Preis: „Die Ergebnisse unserer Zusammenarbeit mit Schulen wurden mittlerweile schon mehrfach ausgezeichnet. Das zeigt uns, dass das ein richtiger Weg ist. Die Impulse aus diesen Projekten fließen daher auch in unsere laufende Forschungstätigkeit ein.“

Zweiter Erfolg

Bereits im Jahr 2016 wurde ein gemeinsames Projekt der Polytechnischen Schule Mistelbach und des Departments Bahntechnologie und Mobilität der FH St. Pölten mit dem NÖN-Leopoldpreis ausgezeichnet. Im Projekt E-Mobility-Pads haben die Schüler ein Konzept für Akku-Pads zur Verkürzung der Ladezeiten von Elektrofahrzeugen entwickelt, wobei in einem intermodalen Ansatz Bahn – Auto die von der Bahn ins Netz rückgespeiste Bremsenergie zum Laden der Akku-Pads von Autos verwendet wird.

Jetzt teilen:

Sie wollen mehr wissen? Fragen Sie nach!

Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Grossberger Hirut

Dipl.-Ing. Dipl.-Ing. Dr. Hirut Grossberger

Researcher Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung
Internationale Koordinatorin
Department Bahntechnologie und Mobilität