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ÖAG Forschungspreis 2018 geht an FH-Masterarbeit

Absolventin des Lehrgangs Agrar- und Technologiemanagement wurde für ihre Thesis zur Minimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Viehwirtschaft geehrt

Seit 2015 bietet die FH St. Pölten gemeinsam mit der Zukunftsakademie Mostviertel den ersten Master-Weiterbildungslehrgang im Umfeld der Agrartechnologien an. Eine Absolventin dieses Lehrgangs wurde nun für ihre Leistungen geehrt.

Die ÖAG als gemeinnütziger Verein möchte den unmittelbaren und persönlichen Wissensaustausch zwischen Akteurinnen und Akteuren aus Forschung, Beratung, Lehre, Landwirtschaft, Wirtschaft und Politik fördern. Neben der Mitwirkung bei der Organisation österreichweiter Fachtagungen bereitet sie auch Forschungsergebnisse unter Einbindung aktiver Expertinnen und Experten auf und stellt dieses Wissen ihren Mitgliedern und dem interessierten Fachpublikum zur Verfügung.

Kürzlich wurde bei der 24. Fachtagung für Grünland- und Viehwirtschaft der ÖAG Forschungspreis 2018 für den Bereich Viehwirtschaft und Grünland verliehen.

Erstmals ist eine Absolventin des Weiterbildungslehrgangs Agrar- und Technologiemanagement der Zukunftsakademie Mostviertel und der Fachhochschule St. Pölten für ihre Masterthesis geehrt worden. Für den Bereich Viehwirtschaft wurde Romana Berger mit ihrer Masterarbeit „Trockenstell-Management in niederösterreichischen Milchviehbetrieben“, betreut von Elisabeth Hehenberger, mit dem ÖAG Forschungspreis ausgezeichnet.

Prophylaktische Antibiotikaverabreichung minimieren

Die Masterthesis von Romana Berger widmet sich dem Antibiotika-Einsatz in der Milchviehhaltung. Antibiotika werden großteils für die Behandlung von Eutererkrankungen herangezogen, die häufigsten und teuersten Krankheiten im Bereich der Milcherzeugung. Zum Schutz vor Neuinfektionen gibt es die Möglichkeit, die Zitzenzisternen des Euters mit einem internen Zitzenversiegler zu versiegeln.

Auf Grundlage einer Umfrage an über 1.000 Betrieben soll der Bekanntheitsgrad und die Anwendung von internen Zitzenversieglern gesteigert werden – diese könnte den prophylaktischen Antibiotikaeinsatz minimieren. Der konkrete Erregernachweis bei der bakteriologischen Milchuntersuchung würde den gezielten Einsatz von Antibiotika und die effektivste Therapie ermöglichen.

„Herzliche Gratulation an die Absolventin. Diese Auszeichnung ist sowohl für Frau Berger als auch für den sehr jungen Lehrgang Agrar- und Technologiemanagement ein schönes Zeichen, bestätigt sie doch die sehr gute Qualität der Arbeit und die hohen Ansprüche, die an das wissenschaftliche Arbeiten im Lehrgang gestellt werden“, so Lehrgangsleiter Franz Fidler.