Online-Marketing ist kein Mythos mehr

Christoph Brenner ist Co-Lead bei den Marketing Natives und Student im Bachelor Studiengang Media- und Kommunikationsberatung an der FH St. Pölten

Nachgefragt bei Christoph Brenner

Harald Rametsteiner (Leiter des Masterlehrgangs Digital Marketing) im Gespräch mit Christoph Brenner (Co-Lead/Marketing Natives) über Digital Marketing:

Wie schätzen Sie die Entwicklung von Digital Marketing in Österreich ein?

Digital Marketing ist kein Mythos mehr. Es ist Realität – genauso wie der Fakt, dass Unternehmen, die nicht digital denken, schon verloren haben. Österreich ist zwar in der Entwicklung, meiner Meinung nach, etwas hinter den europäischen Vorreitern wie Deutschland oder auch den Niederlanden, aber im Großen und Ganzen ganz gut unterwegs. Vor allem im Start-Up Bereich zeigt Österreich, dass mit uns zu rechnen ist.

Digitales Marketing wird sehr bald Grundvoraussetzung. Es wird nicht mehr gefragt werden, ob Marketing digital oder offline erfolgt – Digital wird Standard. Also wird auch das Wissen um Digital Marketing mittelfristig zum Standard. Meiner Meinung nach werden in Österreich richtige und wichtige Schritte gesetzt, die die Branche zum Umdenken zwingen. Daher empfinde ich persönlich die Entwicklung in Österreich positiver als oftmals prophezeit.

Welchen Stellenwert hat Ausbildung und Weiterbildung in diesem Bereich?

Eine gute Ausbildung im Bereich Digital Marketing hat einem enorm hohen Stellenwert. Durch eine fundierte Ausbildung bringt man einen enormen Wissensstand mit in die Arbeitswelt. Dies führt dazu, dass man sich wesentlich schneller zurecht findet. Neues Wissen, das im digitalen Marketing quasi tagtäglich auf uns zukommt, kann so schneller, besser und passender eingeordnet werden.

Wie beurteilen Sie das Konzept vom neuen Lehrgang Digital Marketing der FH St. Pölten?

Der Lehrgang deckt die wesentlichen Inhalte, die Arbeitskräfte im digitalen Marketing erwarten, sehr gut ab. Es ist wichtig, Wissen aufzubauen, den Rahmen, in dem man sich bewegen darf, zu kennen und das erworbene Wissen praktisch anzuwenden. Denn der größte Wissensvorsprung hilft nicht, wenn man das Wissen nicht in die Praxis transferieren kann. In meiner Wahrnehmung deckt der Lehrgang diese Punkte sehr gut ab.

Welche Karrieremöglichkeiten gibt es in Digital Marketing?

Die Möglichkeiten sind (nahezu) unbegrenzt und wachsen stetig. Es werden ständig neue Stellen im digitalen Marketing geschaffen und teilweise komplett neue Jobs kreiert und benötigt. Aktuell sind wir in der Situation, dass das digitale Marketing auch dadurch gebremst wird, dass nicht genügend ausgebildete Fachleute zur Verfügung stehen. Ob das ProgrammiererInnen, StrategInnen, BeraterInnen oder Kreative sind – die Bandbreite ist sehr weitläufig und die Karrierechancen sind überdurchschnittlich gut.

Zum Abschluss: Haben Sie einen hilfreichen Tipp zum Thema Digital Marketing parat?

Ich denke Bücher oder Apps sind für die Grundlagen im Digital Marketing ganz gut. Doch um am Puls der Zeit zu bleiben helfen nur tagesaktuelle Branchenmedien. Ich persönlich schätze hier den LEAD digital Newsletter von W&V sehr. In Österreich ist Trendingtopics im digitalen Bereich eine zuverlässige Informationsquelle.

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