Open Lectures Soziale Arbeit

Monika Vyslouzil, Karl Krajic

Am 19. März veranstaltete das Ilse Arlt Institut der FH St. Pölten zwei öffentliche Vorlesungen.

Priv.Doz. Dr. Karl Krajic (Ludwig Boltzmann Institute for Health Promotion Research, Wien) sprach über "Setting-orientierte Gesundheitsförderung in der Altenbetreuung? Erfahrungen eines Pilotprojekts in der stationären Altenbetreuung". Er stellte das Pilotprojekt „Gesundheit hat kein Alter“ vor, dessen Ziel es ist, in drei Häusern des Kuratoriums Wiener-Pensionisten-Wohnhäuser eine gesundheitsförderliche Lebens- und Arbeitswelt für die BewohnerInnen zu schaffen. Im Rahmen des Pilotprojekts wird ein Handbuch erstellt, mit dessen Hilfe andere Häuser dem Beispiel folgen können.

Dr. Krajic ging insbesondere auch auf die Anknüpfungspunkte zur Sozialen Arbeit ein. Das Erhalten und Fördern von möglichst hoher Autonomie ist eines der Kernthemen für die BewohnerInnen von Altenheimen. Dr. Krajic strich hervor, dass die Profession der Sozialen Arbeit in der Altenbetreuung unter dem Stichwort „Soziale Gesundheit“ eine immer wichtigere Dimension einnimmt.

Zielgruppenansprache im Zeitalter der Glokalisierung

Im zweiten Vortrag referierte Prof. Dr. Peter J. Weber (SRH Hochschule für Wirtschaft und Medien, Calw) über "Interkulturelle Zielgruppenansprache im Zeitalter der Glokalisierung". Der Vortrag skizzierte wirtschafts-, sprach- und kulturwissenschaftliche Grundlagen der Glokalisierung, stellte ein Analysemodell zur Marketingstrategieentwicklung vor und illustrierte dies anhand von ausgewählten Werbebeispielen.

Laut Prof. Weber konzentrieren sich Unternehmen in der Ansprache ihrer Zielgruppen zu sehr auf vermeintlich globale Sprache und gehen auf eine zur Globalisierung parallel laufende Entwicklung der Regionalisierung zu wenig ein. Im Prozess der Glokalisierung würden neben den großen Standardsprachen auch kleinere Sprachen und Kulturen auf Beschaffungs- und Absatzmärkten eine zunehmend bedeutsamere Rolle spielen. Interkultur und Diversität sind auch für die Soziale Arbeit interessant. Während für Unternehmen der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund steht, ist es in der sozialen Arbeit jedoch das gegenseitige Verstehen.

Links

Jetzt teilen: