Querdenker gefragt

V.l.n.r: Mag. Michael Köttritsch, Mag. Rainer Reichl, Mag. Evelyn König, MAS, FH Prof. Dipl.-Ing. Hannes Raffaseder, Theodor Zeh

Podiumsdiskussion zum Thema „Die Arbeitswelt von morgen“ im Rahmen der Karrieremesse der FH St. Pölten

Die Job- und Karrieremesse der Fachhochschule St. Pölten fand 2014 bereits zum zweiten Mal mit sehr großem Erfolg statt. Rund 700 BesucherInnen nutzten wie auch im Vorjahr die Möglichkeit, sich über potentielle ArbeitgeberInnen zu informieren und Kontakte zu knüpfen. In diesem Rahmen wurde zudem das Thema „Die Arbeitswelt von morgen“ diskutiert.

Flexibilisierte Arbeitswelten jenseits des Büros, projektbezogene Aufträge und straffe Terminisierung im Arbeitsalltag. Der digitale Wandel erleichtert zwar vieles, doch die Trennung von Arbeitszeit und Freizeit verschwimmt zunehmend. Thematisiert wurde, was künftige ArbeitnehmerInnen erwartet und wie sich Unternehmen auf kommende Herausforderungen einstellen. „Die Digitalisierung ist allgegenwärtig und betrifft jeden von uns. Die vermehrte Handhabung und Nutzung von Online-Tools verspricht in Zukunft eine höhere Effizienz und Effektivität. Ihren Niederschlag findet dieser Wandel auch in der Entwicklung neuer technischer Studiengänge in Richtung produzierender Industrie, wie der 2015 startende Studiengang 'Smart Engineering'. Also mehr Technik wird in Zukunft sein.“, so FH-Prof. Hannes Raffaseder eingangs auf die Frage, wie Arbeitswelten von morgen seiner Meinung nach aussähen.

Der Faktor Zeit in der künftigen Arbeitswelt

Durch die digitale Durchdringung erfahren beinahe alle Lebensbereiche des Menschen eine Veränderung. Der Faktor Zeit wird heute anders beansprucht als noch vor Jahren. Die klassische 40-Stunden-Woche gehört zunehmend der Vergangenheit an, anstelle von getrennter Arbeitszeit und Freizeit gibt es fließende Übergänge. Das Unternehmen Frequentis reagiert vor diesem Hintergrund mit flexibel gehaltenen Anwesenheitszeiten der MitarbeiterInnen. Theodor Zeh, Director 'User Experience & Innovation‘ der Frequentis AG, betonte die Wichtigkeit der Selbstverantwortung im persönlichen Zeitmanagement. Vor allem würden heute statt strikt gesetzter Abgabefristen durch den Arbeitgeber  sogenannte „Vereinbarungen“ festgelegt. Die Einschätzung der persönlichen Belastbarkeitsgrenze sei daher wesentlich.

Dem Mangel an FachexpertInnen begegnen

Die Globalisierung und damit einhergehende beschleunigte Marktveränderungen würden auf eine breiter angelegte Ausbildung als bisher abzielen: „Neben einer breiten, interdisziplinären Ausbildung fordern Unternehmen fachübergreifende Kompetenzen, wie hohe soziale und interkulturelle Kompetenz, Innovationsfähigkeit und Kreativität, Eigeninitiative, örtliche und inhaltliche Flexibilität, Mobilität sowie eine besondere Affinität zu neuen Medien.“, so der Kommentar von Mag. Evelyn König von Deloitte Consulting GmbH. Mag. Rainer Reichl, meinte dazu, dass die Unternehmen keine „in Schemen gepresste Menschen“ suche. Querdenker seien gefragt.

DiskussionsteilnehmerInnen der Podiumsdiskussion

  • FH Prof. Dipl.-Ing. Hannes Raffaseder, Leiter ICMT, Fachhochschule St. Pölten
  • Rainer Reichl, Reichl und Partner
  • Mag. Evelyn König, MAS Deloitte Consulting GmbH
  • Theodor Zeh, Director 'User Experience & Innovation‘, Frequentis AG

Moderation: Mag. Michael Köttritsch, Leiter Karriereressort, Die Presse

Die Karrieremesse der FH St. Pölten

Die Job- und Karrieremesse der Fachhochschule St. Pölten fand 2014 bereits zum zweiten Mal mit sehr großem Erfolg statt. Rund 700 BesucherInnen nutzten wie auch im Vorjahr die Möglichkeit, sich über potentielle ArbeitgeberInnen zu informieren und Kontakte zu knüpfen. Eine Vielzahl an PersonalistInnen und RecruiterInnen aus regionalen und überregionalen Unternehmen und Organisationen standen den Studierenden und AbsolventInnen als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung. Die Karrieremesse karriere.netzwerk 2014 wurde im Beisein von Bürgermeister Mag. Matthias Stadler feierlich eröffnet.

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