Redelsteiner bei Forum Leitstelle in Bremerhaven

FH-Professor Christoph Redelsteiner

Beim 7. Symposium Leitstelle aktuell präsentierte Christoph Redelsteiner aktuelle Forschungsergebnisse der Fachhochschule St. Pölten.

Das 7. Symposium Leitstelle aktuell am 7. und 8. Mai 2019 in Bremerhaven zeigte neue Möglichkeiten der sektorenübergreifenden Zusammenarbeit auf. Mehr als 400 TeilnehmerInnen aus Integrierten Leitstellen in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Dänemark diskutierten neue Entwicklungen aus dem Bereich der Primärversorgung.

Mit dabei war Christoph Redelsteiner. Er sprach zum Thema "Leitstelle der Zukunft – Gatekeeper – oder bleibt alles wie bisher?". "Steigende Einsatzzahlen bei abnehmenden Indikationen für den Rettungsdienst müssen uns dazu bringen, nach neuen Wegen in das Gesundheitssystem zu suchen", berichtet Redelsteiner. "Die meisten PatientInnen sind ältere Menschen, in beforschten Regionen führen rund 80 Prozent der Einsätze zu Menschen über 60. Das Durchschnittsalter der PatientInnen ist 71 Jahre."

"Personalmangel führt zu Überforderung des Systems"

Die überwiegende Zahl der Rettungseinsätze sind keine Notfälle, sondern bedürfen allgemeinmedizinische, sozialarbeiterische oder pflegerische Unterstützung. Das führt zu einer Überforderung des Systems.

„Es besteht ein zunehmender Personalmangel in diesem Bereichen bei gleichzeitigem Anstieg des Bedarfes“, so Redesteiner. „2030 wird es bei unveränderten Strategien zwischen 24 und 36 Prozent mehr Einsätze geben als 15 Jahre davor. Es braucht eine Vernetzung von Rettungsleitstelle mit Ärztlichem Vertretungsdienst, Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Sozialen Arbeit."

Gemeint sind vor allem die aufsuchende Sozialarbeit und Casemanagement. In seinem Beitrag präsentierte Redelsteiner die Forschungsarbeiten des Departments Soziales im Bereich Community Care und „Sozialarbeitsgestützte Triage am Notruf“.

Redelsteiner ist ausgebildeter Sozialarbeiter, Notfallsanitäter und Gesundheitswissenschaftler. Er leitet den Master Studiengang Soziale Arbeit an der FH St. Pölten.

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