Redelsteiner Referee in Tschechien und Dänemark

Christoph Redelsteiner (re.) beim EMS 2016 Rettungsdienstkongress in Kopenhagen

Bei internationalen Wettbewerben für SanitäterInnen in Tschechien und Dänemark war FH-Professor Christoph Redelsteiner als Schiedsrichter tätig.

FH-Professor Christoph Redelsteiner fungierte dieses Jahr als Schiedsrichter bei zwei renommierten internationalen Wettbewerben. Bereits im Mai war er bei der Rallye Rejviz, dem größten internationalen Rettungsdienst-Simulationswettbewerb zu Gast. Vom 25. bis 29. Mai 2016 trafen sich 36 Teams aus ganz Europa, Nordamerika und Asien im tschechischen Kouty nad Desnou. Neben TeilnehmerInnen aus Deutschland, den Niederlanden, der Tschechischen Republik, der Slowakei, der Türkei, Slowenien und aus Österreich waren auch VertreterInnen der Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada und Japan mit dabei.

Rallye Rejviz: Zehn Übungen in 24 Stunden

Die Teams hatten innerhalb von 24 Stunden zehn Einsatzübungen zu bewältigen. Redelsteiner beaufsichtigte eine Übung, bei der ein blinder Mann zu retten war, der mit plötzlichen Brustschmerzen in seinem Apartement gestürzt war. Die Wohnung war vollständig abgedunkelt und mit Schnüren versehen, die dem Mann zur Orienierung dienten.

Ziel war die notfallmedizinische Bewältigung des Szenarios. Diese umfasste neben der Verletzung auch die primäre Ursache, das Erkennen des spezifischen Herzinfarkttyps und die empathische Betreuung des Betroffenen.

Unterschiedliche Teamstrukturen

Die Teams arbeiten in den für sie typischen Konstellationen zusammen. So gab es Teams aus SanitäterInnen, KrankenpflegerInnen, Teams mit Notärztin oder Notarzt sowie Paramedicteams. Sieger wurden zwei Paramedicteams aus Kanada.

Rettungsdienstkongress in Dänemark

Beim EMS 2016 Rettungsdienstkongress in Kopenhagen war Redelsteiner ebenfalls Bewerter bei einem notfallmedizinischen Simulationswettbewerb. Teams aus 13 europäischen Nationen waren am Start.

Kopenhagen: Redelsteiner konzipierte Szenario

Die TeilnehmerInnen waren aufgefordert, eine Bewohnerin zu bergen, die in einem SeniorInnenheim wegen Unterzuckerung gestürzt war und sich einen Bruch des Oberschenkels zugezogen hatte. Die alte Frau wurde von der Sozialarbeiterin bei einem Besuch aufgefunden. Redelsteiner hatte das Szenario konzipiert und betreute die Übung.

Er war auch einer der Schiedsrichter des Schlussbewerbes. Die drei besten Teams traten am Abschlusstag vor den über 600 TeilnehmerInnen an und mussten einen Bootsunfall mit vier Verletzen Personen bewältigen. Sowohl das Publikumsvoting als auch das Schiedsrichterurteil setzte das Paramedicteam des Ambulance Services London an erste Stelle, gefolgt vom Team eines Rettungshubschrauberteams aus Dänemark; Platz drei belegte ein Notarztteam aus der Türkei.

Redelsteiner: Sozialarbeiter und Paramedic

Christoph Redelsteiner ist Sozialarbeiter und Paramedic. Als FH-Dozent unterrichtet er an den Departments Soziales und Gesundheit an der Fachhochschule St. Pölten. In seinen Arbeiten beschäftigt sich Redelsteiner mit der Verbesserung der Kooperation zwischen Sozial- und Gesundheitsberufen.

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