SchülerInnen beweisen ihr Forschungstalent

Betreuer Adrian Wagner (li.) und Leiterin Forschung & Wissenstransfer Nicole Unger (2.v.r.) gemeinsam mit den FFG-PraktikantInnen (v.l.n.r.) Timo Nowak, Daniel Kalcher, Lukas Stock, Hanna Renner, Jana Jandl, Hanna Hölzl und Marcel Sandmair

Im Rahmen der FFG-Talente-Praktika erhalten SchülerInnen vier Wochen lang einen Einblick in die Forschungsfelder der FH St. Pölten.

Einen Monat aktiv an einem Forschungsprojekt mitarbeiten: Diese Möglichkeit nahmen im Juli sieben Jugendliche im Rahmen des SchülerInnen-Praktikums der Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) wahr. Im August kommen noch zwei weitere PraktikantInnen an die FH St. Pölten.

Im Institut für Creative\Media/Technologies und im Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung konnten sich die Jugendlichen an unterschiedlichsten Projekten beteiligen. So arbeiteten zwei Schülerinnen an einem Projekt zur Produktion 4.0, andere experimentierten mit 3D-Druck oder setzten sich mit dem Einsatz von Social Media in einem Forschungsprojekt zu Frachtschiffreisen auseinander.

Umfragen mit Spaß und Eifer

Eine „komplett andere Ferialarbeit” erlebt auch Hanna Hölzl. Die 16-Jährige von der HAK Amstetten setzte sich in ihrem Ferialpraktikum am Carl Ritter von Ghega Institut für integrierte Mobilitätsforschung anfangs mit Marketing- und Social-Media-Themen auseinander und führte später eine Umfrage für das Forschungsprojekt „SicherMobil” durch. Beide Aufgaben waren ihr nicht gänzlich unvertraut: „Marketing haben wir an der Schule und auch mit Fragebögen haben wir uns schon ein halbes Jahr auseinandergesetzt und klassenintern auch gearbeitet.”

Eine praktische Durchführung sei allerdings wieder etwas anderes, zumal sie für das Projekt „SicherMobil” gemeinsam mit einem anderen Praktikanten gleich innerhalb von fünf Tagen über 400 Personen in der Fußgängerzone zum Sicherheitsempfinden im öffentlichen Verkehr befragt hat. Später präsentierten sie auch die Ergebnisse ihrer Erhebung, wobei der Praktikantin vor allem die Auswertung der Fragebögen besonders gefallen hat: „Dabei habe ich mir sehr leicht getan und einige Antworten waren wirklich extrem lustig.”

Mit ihrer Entscheidung, sich auf anraten einer Freundin für das FFG-Praktikum zu bewerben, ist Hanna rundum zufrieden: „Voriges Jahr habe ich im Praktikum nur irgendwelche Zettel kopiert und heuer macht es mir richtig Spaß.”

Vertiefte Einblicke in die Entwicklung mit Java

Ein weiterer Praktikant ist Daniel Kalcher. Der 18-Jährige arbeitet am Intitut für Creative\Media/Technologies an dem Projekt „Samba“. Über den Sommer wollte der Schüler der HTL Krems ein Praktikum machen, in dem er im IT-Bereich arbeiten kann. „Ich bin sehr an Java-Script interessiert und versuche auch, mich selbst weiterzubilden”, so der Praktikant. „In meiner Freizeit versuche ich, mit unterschiedlichen Frameworks zu arbeiten.”

In dem Projekt „Samba“ wird ein interaktives Visualisierungstool entwickelt, das in der Musikindustrie helfen soll, relevante Reaktionen und Kommentare auf Social Media zu messen, um Marktänderungen und Trends besser zu verstehen. Eine Aufgabe, mit der sich Daniel gerne beschäftigt. „Ich mag die Atmosphäre hier, es ist entspannt aber ich bin trotzdem immer sehr konzentriert. Anders als zu Hause.”

Nach der Schule will er gerne ein IT-Fach an einer FH studieren, um später im Bereich Programmierung tätig sein zu können. „Am schönsten wäre es, ein eigenes Programm oder eine App zu entwickeln, die wirklich nützlich ist”, so der 18-Jährige über seine Zukunftspläne.

Was sind FFG Talente-Praktika?

Die Praktika fanden im Rahmen des Programms „Talente entdecken: Nachwuchs-Praktika für Schülerinnen und Schüler“ statt, gefördert durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und abgewickelt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft. Im Zuge des FFG-Praktikums haben Schülerinnen und Schüler ab 15 Jahren die Möglichkeit, in vier Wochen einen Einblick in die Welt der Forschung, Technologie und Innovation zu erlangen.

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